Salbei ist als Heilpflanze schon sehr lange bekannt. Bereits in der Antike wurde er für seine reinigende Wirkung geschätzt. Nicht umsonst ist schon sein Name abgeleitet von Lateinischen salvare (heilen) bzw. salvere (gesund sein). Heute weiß man ja auch, dass Salbei sowohl antibakteriell als auch fungizid und antiseptisch wirkt.

 

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Gartensalbei (Salvia oficinalis)

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Salbei. Er ist praktisch auf vielen Erdteilen vertreten (vom peruanischen bis zum russischen Salbei, afrikanischer Räuchersalbei, spanischer Salbei…). Besonders vertreten ist er jedoch im Mittelmeerraum. Aufgrund der unterschiedlichen geographischen Verbreitung sind auch manche Sorten winterhart, andere nicht. Beispielsweise ist unser heimischer Wiesen- und Gartensalbei (salvia officinalis) frostsicher und somit winterhart, der indianische Räuchersalbei, auch weißer Salbei (salvia apiana) allerdings nicht. Ebenso müssen viele der Fruchtsalbei-Arten frostfrei überwintert werden.

Salbei kann sowohl als Heilkraut als auch als Gewürz in der Küche verwendet werden. Doch auch als Räucherwerk wurde Salbei in vielen alten Kulturen verwendet, vor allem für Reinigungs- und Heilrituale.

In der chinesischen Medizin schreibt man ihm tonisierende Wirkung auf den Funktionskreislauf Milz zu. Er wirkt Qi-Stagnation entgegen weil er das Qi bewegt. Außerdem leitet er Feuchtigkeit aus Lunge, Milz, Blase und dem Kopfbereich aus. Zugeordnete Funktionskreisläufe sind Milz und Lunge.

Hildegard von Bingen empfahl die Verwendung von Salbei um schlechte Säfte im Körper zu vermindern, schlechten Atem und bei Lähmungen.

Generell wird Salbei zur Regulierung übermäßiger Schweißabsonderung verwendet und zum Abstillen empfohlen, da er die Milchbildung verringern soll. Unter anderem aus diesem Grund ist auch in der Schwangerschaft und Stillzeit Vorsicht bei der Anwendung geboten.

 

 

Salbei räuchern, Räucherpflanze Salbei

Räuchern: Hierzu werden viele verschiedene Salbeiarten verwendet. Besonders zu erwähnen sind hier der indianische Räuchersalbei, der afrikanische Räuchersalbei, aber auch Gartensalbei wird oft verwendet. Die verschiedensten Arten von Fruchtsalbei finden zunehmend mehr Verwendung, da sie immer häufiger Verbreitung finden.

Speziell ist er natürlich in diesem Jahr prominent, da der Salbei die Duftpflanze des Jahres 2015 ist.

Anwendung: Salbei wird verwendet als Tee, zum Gurgeln bei Halsentzündungen, Blätter gekaut gegen Zahnfleischprobleme oder zum Einlegen bei Zahnspangen gegen Wundscheuern, als ätherisches Öl, zum Räuchern, aber auch als Salbeiwein oder Salbeiessig.

Verwendet werden die Blätter, je nach Verwendung frisch oder getrocknet.

 

Arten von Salbei:

Weißer Salbei: Der indianische Räuchersalbei (salvia apiana) wird bis zu 1.30 m hoch. Er stammt aus dem südlichen Kalifornien und wächst als Strauch, der weiß blüht. Er wird vor allem zu Räucherzwecken verwendet und ist nicht winterhart. Blüten zeigt er von Sommer bis Herbst.

Gartensalbei (salvia officinalis): Die Planze wird ca. 10- 40 cm hoch und ist winterhart, sollte aber trotzdem leicht geschützt werden (z.B. mit Reisig). Der Samen wird zwischen März und Mai ins Frühbeet oder ins Freiland gesät und leicht mit Erde bedeckt. Er keimt nach 7-21 Tagen. Danach werden die Pflanzen in einem Abstand von 35 cm gesetzt. Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter sowie Triebspitzen. Salbei schätzt keine Staunässe.

Die beliebten Chia Samen stammen übrigens ebenfalls von einer Salbei-Art, dem salvia hispanica

Salbie, salvia oficinalis

Salbeiblüte (salvia oficinalis)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

afrikanischer Räuchersalbei, getrocknete Blätter

afrikanischer Räuchersalbei, getrocknete Blätter

Gartensalbei, salvia officinalis

Gartensalbei (salvia officinalis), getrocknete Blätter und gerebelt

weißer Salbei, salvia apiana

weißer Salbei, getrocknete Blätter