Huflattich

Die hilfreiche Wirkung des Huflattichs war schon Hippokrates bekannt. Ein spannendes Detail wenn man Huflattich sucht ist, dass er im Frühjahr erst nur Blüten treibt. Erst wenn diese verblüht sind und sich die Samen (ähnlich wie beim Löwenzahn) verbreiten, treiben die Blätter aus. Man kann Blüten und Blätter auch nur getrennt sammeln. Die Blüten werden von März bis April, die Blätter von Mai bis Juni gesammelt.

Er ist sehr genHuflattich, Heilpflanze, Hustenmittel, Heilmittel, Heilkräuterügsam was den Boden betrifft und wächst daher auch oft an Wegrändern, an Bahndämmen etc. Wichtig ist dem Huflattich ein warmer Standort auf durchlässigem Boden. Daher hat er gern Kiesboden. Der Huflattich wächst bis zu einer Höhe von 30 cm. Die Blätter können mit dem Pestwurz verwechselt werden, bleiben allerdings kleiner als jene des Pestwurz. Eine Verwechslung ist grundsätzlich auch nicht weiter tragisch.

Die lateinische Bezeichnung des Huflattichs ist Tussilago farfara. Diese bedeutet „Hustenvertreiber“.

Er wirkt schleimlösend, mildert den Hustenreiz und ist entzündungshemmend.

In der TCM wird der Huflattich dem Funktionskreislauf Lunge, Dickdarm zugeordnet. Er stärkt das Lungensystem, beruhigt den Geist. Daher wird er auch verwendet um bei Problemen im Lungensystem zu unterstützen, von Halsentzündung und Bronchitis bis Asthma. Auch wird er äußerlich für Hautprobleme verwendet.

Schon Hippokrates verwendete ihn gegen Probleme im Brust- und Lungenbereich. Kräuterpfarrer Kneipp empfahl ihn darüber hinaus auch die ausgedrückten Blätter als Auflage gegen offene Geschwüre. Diese äußerliche Verwendung gegen (entzundene, nässende) Hautprobleme wurde auch weiter übernommen. Auch kann er äußerlich für rheumatische Gelenke verwendet werden.

Neben Schleimstoffen, ätherischen Ölen, Hyperin, Inulin, Mineralstoffen, Salpeter, Saponinen, Tanninen, Taraxasterol, Zink u.v.m. enthält er allerdings auch Pyrrolizidinalkaloide, welche in Verdacht stehen krebserregend zu sein, weshalb er nicht länger als 4 Wochen pro Jahr verwendet werden soll. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit ist von der Verwendung abzuraten.

Aus dem getrockneten Huflattich (Blüten und Blätter) lässt sich ein Hustentee zum (kurzfristigen)Trinken oder Gurgeln oder Kräuterhonig zubereiten. Die Blätter können auch als Umschlag äußerlich angewendet werden.