Krafttier Tiger

Krafttier Tiger

 

Eigenschaften und Lebensweise:

 

Krafttier TigerNamen: König des Dschungels, Zar der Taiga, Herrscher über alle Tiere…

Der Tiger ist eine Großkatze die bis zu 300 kg auf die Waage bringen kann und bis zu 3 Metern lang wird. Es gab ursprünglich 9 Unterarten des Tigers. Drei davon, nämlich der Kaspische Tiger, der Javatiger und der Balitiger sind bereits ausgestorben. Auch die anderen Tigerarten, wie der Sibirische Tiger, der Bengaltiger, der Indochinesische Tiger, der Malaiische Tiger, der Südchinesische Tiger und der Sumatratiger sind stark vom Aussterben bedroht.

Heute leben Tiger von Indien ostwärts bis China und Südostasien und nördlich bis über den Amur ins östliche Sibirien.

Tiger sind Einzelgänger. Außer während der Paarungszeit und bei der Aufzucht der Jungen leben sie alleine. Ihr Lebensraum sind tropische Regenwälder, Mangrovensümpfe, Savannen- und Sumpfgebiete, aber auch Nadel-, Laub- und Mischwälder. Meist bleiben sie in Gebieten unter 2000 Metern, in Kasachstan werden sie aber bis in 2500 m Höhe angetroffen, im Himalaya sogar bis in 4000 m Höhe. Wichtig für ihren Lebensraum ist vor allem die Verfügbarkeit von Beutetieren, entsprechende Deckung und der Zugang zu Wasser.

Beutetiere sind vor allem größere Säugetiere wie Hirsche, Wildrinder und Wildschweine, aber auch Bären seltener auch Hasen, Kaninchen, Vögel und Reptilien (bis hin zu größeren Krokodilen). Der Tiger kann dabei Tiere erbeuten, die sein eigenes Körpergewicht und ein vielfaches übersteigen. Generell benötigt ein Tigerweibchen pro Tag ca. 5-6 kg Fleisch, während sie Junge aufzieht um ca 50% mehr.

Tiger sind gute Schwimmer, aber nicht so begeisterte Kletterer. Sie erklimmen ungern größere Bäume, obwohl sie im Bedarfsfall durchaus dazu in der Lage sind.

Tiger haben große Reviere, die sie mit Urin und Kratzspuren an Bäumen markieren und welche sie auch gegen Geschlechtsgenossen verteidigen. Dabei überschneiden sich allerdings die Reviere mehrerer Weibchen mit der eines Männchens. Die Größe der einzelnen Reviere hängt dabei von der Verfügbarkeit von Beutetieren ab und variiert daher sehr stark.

Nach der Paarung bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von ca. 103 Tagen 2-5 Junge zur Welt, die anfangs blind und hilflos sind. Sie wiegen anfangs nur ca. 800-1600 g. Nach etwa 6 Monaten werden die Jungen entwöhnt und nach ca. 18 Monaten sind sie grundsätzlich in der Lage selbst zu jagen, können sich aber noch nicht selbst ernähren. Meist wandern sie mit der Geburt des neuen Wurfs aus dem Revier der Mutter ab. Die Weibchen siedeln sich oft in angrenzenden Revieren an.

In freier Wildbahn werden Tiger ca. 9 Jahre alt, in Gefangenschaft haben sie eine durchschnittliche Lebenserwartung von 16-18 Jahren, in seltenen Fällen werden sie sogar 20-25 Jahre alt.

 

 

Botschaften des Tigers als Krafttier

Krafttier Tiger

  • Allgemein steht das Krafttier Tiger für Leidenschaft, Stärke, Macht und Sinnlichkeit
  • Tiger jagen nachts. Menschen mit dem Tiger als Krafttier sollten daher auch nachts arbeiten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
  • Als einzige Großkatze geht der Tiger gerne ins Wasser und ist auch ein sehr guter Schwimmer, der kilometerweit schwimmen kann. Somit trägt er auch die Energie des Wassers mit all seinen Eigenschaften in sich
  • Auch im chinesischen Tierkreis ist der Tiger als drittes Zeichen vertreten. Er gilt als abenteuerlustig, unvorhersehbar, leidenschaftlich und mächtig.
  • Die Kraftphasen des Tigers sind die Nacht, die Dunkelheit (Neumond), aber auch der Vollmond
  • Die 5 mystischen Tiere im Chinesischen sind der rote Tiger (Sommer, Süden, Feuer), der schwarze Tiger (Norden, Winter, Wasser), der blaue Tiger (Osten, Frühling, Vegetation), der weiße Tiger (Westen, Herbst, Metall), und deren aller Herrscher, der gelbe Tiger (Erde und alle ihre Energien)
  • Tiger sind kraftvoll und kämpferisch. Die Begegnung mit dem Tiger als Krafttier steht aber auch für eine neue Sinnlichkeit und Sensibilität für Berührung.

 

 

Fazit:

Das Krafttier Tiger verkörpert die Kraft der Begeisterung. Der Tiger steht für Leidenschaft, Stärke, Macht und Sinnlichkeit. Seine Kraftphasen sind die Nacht, Neumond und Vollmond

Tritt der Tiger als Krafttier in Dein Leben, bringt er neue Abenteuer, Leidenschaft und Macht im Leben sowie neue Hingabe an und Leidenschaft für das Leben

 

Literatur und Kultur

Krafttier TigerIm Hinduismus ist der Tiger der Göttin Kali geweiht, der Herrscherin über Schöpfung und Zerstörung, Sexualität und Tod. Die Göttin Durga reitet auf einem Tiger, Shiva sitzt auf einem Tigerfell

Die älteste Darstellung eines Tigers stammt aus Pakistan (Amtssigel der Induskultur)

In Korea gilt der Tiger als der König der Tiere

In Griechenland war der Tiger Dionysos geweiht, dem zweimal Geborenen.

 

 

Tigerfiguren in der Literatur:

The Tyger – Gedicht von William Blake

Shir Kahn in Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling

Tigger in Pu der Bär von Alan Alexander Milnes

Der Recke im Tigerfell von Schota Rustaweli (Georgien)

Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel

Gundelrebe

Gundelrebe

 

Arzneiname:

Glenchoma hederadeae

Weitere Namen: Gundermann, Blauhuder, Erdefeu, Gundelreif, Heilrauf, Bludermannkraut, Erdefeu, Donnerrebe, Engelkraut, Gundrabkraut, Grundrebe, Guttermannkraut, Quendelrebe, Totenkraut, Ultramkraut, Katzenminze, Soldatenpetersilie und Zieckelkraut.

Die Begriffe Gundelrebe und Gundermann stammen möglicherweise vom gotischen Wort gund, das mit seiner Bedeutung Eiter oder Geschwür auf die Verwendung als Heilpflanze eingesetzt wurde.

Beschreibung:

Gundelrebe, Heilpflanze GundelrebeGundelrebe ist ein Lippenblütler, der bis zu ca. 20cm hoch werden kann. Sie kriecht, hängt oder klettert leicht und wandert, sodass sie nur 1-2 Jahre standorttreu ist. Auf ihrer Wanderung vermehrt sie sich auch über Ausläufer. Die Blütezeit ist von April bis Juni, was auch die beste Sammelzeit ist. Grundsätzlich kann man das Kraut aber das ganze Jahr sammeln.

Bestäubt werden sie oft durch Hummeln, Schwebfliegen, Käfer und Ameisen. Auch Schmetterlinge wie Aurorafalter, Zitronenfalter und Rapsweißling besuchen die Blüten.

Die Grundrebe wächst in den Alpen bis in Höhen von 1600m.

 

TCM:

Die Gundelrebe ist warm und wird der Blase, dem Dickdarm und der Lunge zugeordnet. Sie vertreibt Feuchtigkeit im unteren Erwärmer und in der Lunge. Außerdem aktiviert Gundermann  Lunge und Dickdarm

 

Verwendung:

GundelrebeGundermann kann man als Gewürz verwenden, auch zu Salaten.

Vorsicht ist geboten, da sie beispielsweise für Pferde giftig ist. Für den Menschen sind die enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle allerdings unschädlich.

Verwendet wurde Gundelrebe bei Gelbsucht, Leberleiden, als harn- und schweißtreibendes Mittel gegen Gifte. Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. Sie beschreibt sie als mehr warm als kalt und als trocken.

Hieronymus Bock empfiehlt Gundelrebe bei tränenden Augen und Hautgeschwüren.

In der Volksmedizin wurde Gundermann bei Lungen- und Nierenentzündungen verwendet, bei Bronchial- und Darmkatharr, Steinleiden, Wechselfieber, Brust- und Magenverschleimung, Asthma, Heuschnupfen, Milz- oder Leberstauung, Blasenschwäche, sowie als Frühlingskur und bei Blutarmut, Bleichsucht und Unterleibsstockungen.

Allgemein kann man die Wirkung des Gundermann als entzündungshemmen, zusammenziehend, schleimlösend, anregend für Blase und Niere und regulierend auf den Stoffwechsel. Auch ist er ein Kräftigungsmittel bei zehrenden und hartnäckigen Krankheiten sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf. Bei Chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Schnupfen, Schleimhautentzündungen kann Gundermann ebenfalls helfen.

Außerdem soll ein Tee aus Blättern und Blüten helfen Schwermetalle aus dem Körper zu entfernen.

 

Kultivieren:

Gundelrebe schätzt sandige, nährstoffreiche Böden und gleichmäßige Bodenfeuchte, wächst oft entlang von Hausmauern. Salz verträgt sie schlecht. Aufgrund des häufigen Vorkommens ist eine Kultivierung nicht nötig. Man kann Gundermann leicht sammeln.