Mein Date mit der Welt

Waltraud  Hable

 

Weltreise für Träumer und Daheimgebliebene… Wer kennt das? Der lange gehegte Traum  von der Weltreise. Immer wieder verschoben. Doch bei Waltraud Hable war dann doch der Zeitpunkt gekommen.

Sie erzählt sehr persönlich über ihre Abenteuer. Von Freuden und Befürchtungen, Begebenheiten, Erlebnissen und der ganz normale Wahnsinn von Reisen. Kulturschock, Vorlieben, Besuch von daheim…

Von der Vorbereitung bis zum Schock der Rückkehr und der „Wiedereingliederung“ in den Alltag. Sie verschweigt nichts. Amüsant geschrieben erzählt sie von ihren Stationen Tansania, Kapstadt, Trivandrum, Neu-Dehli, Varanasi, Rangun, Vientiane, Chaing Mai, Tokio, Alice Springs, Sydney, San Francisco, Hawaii, Buenos Aires, New York Rio de Janeiro, Marrakesch und Lissabon. Diese hat sie alle besucht (wenn auch nicht in dieser Reihenfolge), Kulinarisches, Kulturelles, Persönliches, Vorlieben für die Eigenheiten gewisser Städte und Kulturkreise es wird wirklich nichts ausgespart.

Was gibt es außer den Destinationen?

Sie berichtet vom Entschluss zur Reise über die Reisevorbereitungen, Bedenken, Vorfreude, Reaktionen des Umfeldes, gibt Tipps aus ihrer Erfahrung was sinnvoll war und was nicht (Weltreise zur Nachahmung empfohlen!!!). Obwohl sie nützliche Tipps gibt, vom Gepäck bis zur Reiseorganisation, driftet sie nicht ins Sachbuch ab. Die persönliche Erzählung der Erlebnisse und Erfahrungen bleibt immer im Vordergrund dieses Buches. Die Autorin spart auch die eine oder andere Falle nicht aus in die sie getappt ist, oder vor der sie gewarnt wurde. So begibt man sich mit der Autorin auf ein amüsantes Abenteuer zwischen orientalischen Märkten, amerikanischen Großstädten, südamerikanischem Temperament, afrikanischer Wildnis, asiatischem Flair, ersten Meditationserfahrungen, freundlichen Australiern, überlaufendem indischem Verkehr, der Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Leben.

Was ich besonders spannend fand war auch die Reaktion auf die Rückkehr und die Lösungsstrategien die die Autorin für sich fand. Kurz gefasst: Es geht nicht darum, immer neue Orte aufzusuchen, um Abenteuer zu erleben. Es gilt vor allem, die Augen für das Neue zu eröffnen. Das können wir auch in unserem gewohnten Umfeld. Dann vermissen wir das Abenteuer auch nicht in unserem Alltag. Schließlich findet  das Abenteuer nicht außen statt, sondern entsteht durch unsere Einstellung zur Welt.