Über Beate Ettrich

Fasziniert vom Leben und der Natur. Meine Leitsätze: "Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch umzusetzen" (Blaise Pascal) und "Growing old is inevitable, growing up is optional"

Wintervanille

Wintervanille

Manuela Inusa

 

Wintervanille ist ein netter Roman mit echter winterlicher Stimmung. Vielleicht denken jetzt manche wie passen Kalifornien und Winterstimmung zusammen? Es geht! Wer wie ich schon einmal das Glück hatte persönlich am Lake Tahoe zu sein, kann es sich vielleicht eher vorstellen.

Jedenfalls passt es wunderbar! Genauso wie Vanille ins Napa Valley, auch wenn sie dort ein Glashaus braucht um so richtig gut gedeihen zu können.

Grundsätzlich ist es aber eine Geschichte über Menschen, die ihre Träume verfolgen und sich dabei gegenseitig unterstützen. Eine Geschichte über Familie, Freundschaften und Liebschaften.

Sie führen ihre Geschäfte, verfolgen ihre Traum-Beschäftigungen und  genießen das Winter-Wunderland am Lake-Tahoe.

Was mir an dieser Geschichte besonders gut gefallen hat, war, dass Manuela Inusa es schafft, eine lustige, nicht langatmige Geschichte zu erzählen, die völlig ohne die stressige konfuse Hektik auskommt, die sonst häufig in solchen Romanen vorherrscht. Trotzdem wird die Geschichte nicht langatmig oder langweilig. Einfach eine ruhige Geschichte für die hektische Vor- oder Nachweihnachtszeit. Richtig zum Abschalten, Träumen und Genießen.

So kann man in Winter und Weihnachtsstimmung kommen, auch wenn zu Hause zur Zeit der Schnee fehlt .

Traum-Businesses, Weihnachtsmarkt, Gewürze, Freundschaften, Winterlandschaften, Liebesgeschichten, Familien-Geschichten, gegenseitige Unterstützung, Harmonie und alles was man von einem winterlichen Weihnachtsroman erwartet.

Fazit: Viel Spaß mit Winterstimmung, Irrungen und Wirrungen inklusive, aber ohne jede Hektik.

Rezept für die himmlischen Vanille-Kekse inklusive (habe sie nicht nachgebacken, kann ich also geschmacklich nicht beurteilen).

Wie das Rotkehlchen zu seiner roten Farbe kam

Wie das Rotkehlchen zu seiner roten Farbe kam…:

Wintergeschichten von unseren gefiederten Freunden

Geschichten über einheimische Singvögel und wie sie über den Winter kommen. In den Geschichten kommen die verschiedenen Singvogelarten vor.

Rotkehlchen hintenKurze märchenartige Episoden und Gedichte, die echte Stimmungslektüre für Winter und Vorweihnachtszeit. Wenn man sich gerne im Advent in weihnachtliche Stimmung bringen möchte mit schönen, kurzen Geschichten, ist man hier richtig. Auch sehr gut als Vorlesegeschichten für Kinder geeignet.

Begleitet werden die Geschichten von netten Zeichnungen von den verschiedenen Singvogelarten.

Fazit: Viel Freude bei der Einstimmung auf Weihnachten!

Die Pest

Die Pest

Albert Camus

 

Die Pest bricht in einer Stadt am Meer aus. Was eigentlich ein historisch dokumentarischer Roman ist, scheint in Zeiten von Covid-19 geradezu visionär.

Tatsächlich ist es einfach eine Bestätigung, wie zutiefst gleich wir Menschen doch sind. Der Umgang, den Menschen mit ähnlichen Situationen finden, ihre Reaktion auf gewisse Rahmenbedingungen sind von Zeit und Ort recht unabhängig. Daher ist Albert Camus Die Pest heute aktuell wie zur Zeit seiner Entstehung.

Doch das Buch ist nicht nur aufgrund von Corona interessant. Auch die Erzähltechnik ist durchaus spannend und die erzählerische Perspektive wird erst auf den letzten Seiten verraten.

Die Pest hintenWas die Geschichte ebenso zeigt ist, dass der Mensch bei aller technologischen Entwicklung, Digitalisierung etc. für gesundheitliche Bedrohungen durch ansteckende Krankheiten grundsätzlich nach wie vor nur die Möglichkeit der Isolation hat. Diese lässt sich heute natürlich weit leichter ertragen und es gibt viel mehr Möglichkeiten der gefahrlosen Kommunikation trotz Isolation, doch die Absonderung bleibt uns heute wie damals nicht erspart.

Doch gerade die menschlichen Reaktionsmuster sind spannend zu beobachten, die aufgrund ihrer geringen Veränderung auch aktuell sind. Albert Camus als Profi-Erzähler liefert hier auch entsprechend

Interessant ist, wie Menschen auf die Rahmenbedingungen reagieren.

Kurz ein interessantes und aktuelles Thema, auch wenn der Unterhaltungswert nicht unbedingt im Vordergrund steht.

Fazit:

Zwar nicht unbedingt erheiternde, aber doch sehr interessante Lektüre für alle, die sich für Menschen und deren Reaktionsmuster sowie der Kontext der Welt und Rahmenbedingungen interessieren. Ich habe es auch als Urlaubslektüre genützt, was ich auch empfehlen kann, da es in einem möglicherweise ohnehin belasteten Alltag doch eher betrüblich sein kann, wenn man nicht die zeitlichen Ressourcen hat, sich auch entsprechend Gedanken zu machen.

Bin ich schon erleuchtet?

Bin ich schon erleuchtet?

Jung, skeptisch, kaffeesüchtig und auf der Suche nach dem Yoga-Glück

Suzanne Morrison

 

Eine autobiografische Episode aus dem Leben von Suzanne Morrison, der Autorin des Buches.

Sie lebt mit ihrer Familie in Seattle und steht vor einem großen Umbruch in ihrem Leben, vor dem sie Angst hat. Die Übersiedlung mit ihrem Freund nach New York verunsichert sie. Nachdem sie schon seit einiger Zeit Yoga-Kurse besucht, macht sie direkt vor ihrem Umzug noch eine 2-monatige Ausbildung zur Yoga-Lehrerin auf Bali.

Sie ist schockiert von den Angewohnheiten ihrer Mit-Yogis („Pisse-Trinker“). Doch sie findet sich immer mehr wieder in dieser Welt, findet Antworten und umgeht die Regeln. Sie findet ihren Weg, mit der Situation umzugehen. Sie findet zunehmend Gefallen am Yoga, das sie auch nach ihrer Rückkehr weiter begleitet.

Vor allem aber lernt sie sich selbst besser kennen. Der Leser erfährt aber auch einiges über die Gebräuche und Kultur auf Bali. Die Autorin beschreibt sehr ehrlich die Selbsttäuschungen, die Illusionen denen sie sich hingibt und schildert sehr persönlich ihre Erlegnisse und ihre Sicht dessen, was ihre Mit-Yogis erleben. Sie beschreibt die Desillusionierung über ihre Lehrer, unterschiedliche Bilder von einem spirituellen Pfad sowie die Unklarheit über ihre eigenen Zukunftswünsche.

Doch schließlich findet sie ihr Glück. Alles in allem eine amüsant erzählte Episode aus dem Leben der Autorin. Kurzweilig und realitätsnah, interessant geschrieben. Alles in allem abwechslungsreiche, amüsante Lektüre für zwischendurch. Keine philosophische Abhandlung, aber wer möchte nicht zwischendurch mal einfach etwas leichte Lektüre genießen?

Bin ich schon erleuchtet? eignet sich gut als Urlaubslektüre, auch wenn der Urlaub nicht auf Bali stattfindet. Vermutlich können sich viele mit der Autorin identifizieren, die sich schon einmal an Yoga-Übungen versucht haben.

Fazit: Viel Spaß mit amüsanter Urlaubslektüre, die nicht ganz so oberflächlich ist und so auch ein bisschen zum Nachdenken anregt, ohne gleich Kopfschmerzen zu bereiten.

 

Das Leben entrümpeln

Das Leben entrümpeln

August Höglinger

 

In Das Leben entrümpeln eröffnet der Autor eine ganzheitliche Perspektive auf die Überfülle in unserem Leben. In diesem kompakten und gut strukturierten Buch geht es schrittweise an die Entrümpelungsaktion der verschiedenen Lebensbereiche.

Von der räuDas Leben entrümpeln mlichen Ordnung zu Hause und am Arbeitsplatz über die Verbindung von Körper und Geist bis hin zum Thema Loslassen und innere Ruhe werden alle Bereiche analysiert und Tipps gegeben, wie man sein Leben einfacher und freudiger gestalten kann.

Nach einer Definition von „Gerümpel“ (Dinge die für uns keinen Nutzen (mehr) haben) erklärt August Höglinger allem voran die positiven Effekte des Entrümpelns. Somit wird zuallererst die Motivation angestachelt, damit man auch voller Elan loslegen kann. So geht es schwungvoll zur Sache.

Insgesamt verfolgt August Höglinger einen eher theoretischen Ansatz zum Thema Entrümpeln. Er gibt vor allem Denkanstöße. Nachdem er den Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele herstellt kommt jedoch noch eine konkrete Anleitung, in diesem Fall 10 Schritte zum Loslassen. Und zuletzt folgt die, offensichtlich betrachtet, deprimierenden Feststellung, dass Entrümpeln nie beendet ist und sich Gerümpel immer wieder ansammelt. Letztlich bedeutet das aber eine realistische Perspektive auf das Leben. Nur weil ein Prozess kontinuierlich ist, bedeutet es nicht, dass das bisher Gemeisterte umsonst war. Wenn dieser Perspektivenwechsel gelingt, fällt es auch leichter immer wieder munter ans Werk zu gehen.

Also viel Spaß am Start und viel Erfolg!

Gebrauchsanweisung für Weihnachten

Gebrauchsanweisung für Weihnachten

 

Weihnachtslektüre mit historischen Hintergründen gemischt mit persönlichen Erinnerungen der Autorin, einem Überblick über Weihnachtstraditionen in verschiedenen Regionen der Erde sowie deren Entwicklung.

Gebrauchsanweisung für Weihnachten hintenKurz: Ein gehaltvoller Streifzug durch die weihnachtliche Sphäre. Dabei werden sowohl das kommerzialisierte Weihnachten als auch das Ideal von Weihnachten unter die Lupe genommen. Weihnachts-Euphoriker wie Weihnachts-Muffel werden analysiert und die Autorin hält auch ein Plädoyer für Weihnachts-Gegner bereit, warum es sich trotzdem lohnt, das Fest zu begehen.

Alles in Allem ein bunter Streifzug durch die Weihnachts-Welt, mit europäischem Schwerpunkt. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken, seien es Rezepte aus der Backstube des Vaters der Autorin oder Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Weihnachtsmärkten weltweit.

Kurzweilige Lektüre als Einstimmung auf Weihnachten. Doch wer sich eine wildromantische Einstimmung auf Weihnachten wünscht, ist hier nicht so gut beraten wie bei diesem Buch.

Die Gebrauchsanweisung für Weihnachten ist eher eine kulturgeschichtliche Darstellung, wenn auch mit netten Anekdoten gespickt.

But Beautiful

But Beautiful – Nichts existiert unabhängig

Erwin Wagenhofer

 

Ein neuer Film kommt heute in die Kinos. Ich hatte das Glück, bereits zu Beginn der Woche die Vorpremiere in Gleisdorf mitzuerleben, die als besonderes Zuckerl eine anschließende Diskussion mit Erwin Wagenhofer mit sich brachte.

But Beautiful zeigt wie Menschen eine Veränderung herbeiführen, und zwar für sich selbst, ihre Umgebung und die Gemeinschaften, in denen sie leben. Hierfür werden weltweite Beispiele gezeigt.

Die Musik verwendet Wagenhofer dabei als Metapher. So begleiten ein New Yorker Jazz Musiker, ein Trompeter und eine südamerikanische Sängerin die mosaikartige Zusammenstellung mit ihren Darbietungen und Gedanken.

Die gezeigten Beispiele erstrecken sich über mehrere Kontinente. Von Familie Graf, die in Palma ein Ödland wieder zum Leben erweckt, das „barefoot college“ in Indien, in dem „Solar Mamas“ aus 50 Ländern ausgebildet werden und als Menschen ohne jede Vorbildung lernen, Solarzellen zu bauen. Es werden vornehmlich Frauen ausgebildet, da der Gründer meint die Frauen und die Mütter sind diejenigen, die das Knowhow zurück in ihre Gemeinschaften bringen, denn sie kehren zurück nach Hause. Im Gegensatz dazu gehen viele der Männer nach einer Ausbildung im Ausland in den Westen. Die Frauen sind die Hüter des Wissens, wenden es an und bringen damit die Veränderung in ihre Heimat-Gemeinschaften.

Ein weiteres Beispiel ist Erwin Thoma, ein Salzburger Förster, der reine Holzhäuser baut, welche aufgrund reinen Beschaffenheit des zur richtigen Zeit geschlagenen und ausschließlich natürlich behandelten Holzes selbst in 1000 Metern Seehöhe ohne Heizung auskommen. Er schildert den Umgang des Waldes bzw. der Bäume mit Krisen als eine weitere Steigerung der Brüderlichkeit, an der sich der Mensch ein Beispiel nehmen könnte. Der Mensch setzt ja in Krisen eher noch verstärkt auf den ohnehin schon vorhandenen Konkurrenz-Gedanken.

Wie der im Untertitel anklingende Gedanke schon fast vermuten lässt, ist auch der Dalai Lama in But Beautiful vertreten, auch wenn dies, wie Wagenhofer erzählte, nicht geplant war, sondern sich aus einer „zufälligen“ Begegnung mit der Schwester des Dalai Lama ergab.

Im Anschluss an den Film erzählte Wagenhofer über seine Absicht beim Drehen des Filmes, darüber wie das Projekt sich quasi selbständig entwickelt hat, wie er es heute sieht und was er damit erreichen möchte.

Er erklärte, dass es ein Film über Verbundenheit, Weiblichkeit und Sinnlichkeit ist und betrachtet ihn als provokant. In der Publikumsdiskussion ließ sich auch gleich nachvollziehen warum. Trotzdem der Film sich anders als seine Vorgänger „We feed the world“, „Let’s make money“ und „Alphabet“ nicht auf das Aufzeigen von Missständen, sondern auf das Zeigen von Lösungen konzentriert, wird der Betrachter durch die neutrale Darstellung auf sich selbst zurückgeworfen. Konfrontiert mit lebenszentrierten Ansätzen, fühlt man sich aufgerufen selbst einen Beitrag zu leisten, in sich zu gehen und zu überlegen, was man selbst tun kann. Dies wird von einigen Zusehern durchaus als Provokation empfunden, wie die Publikumsbeiträge bei der Diskussion nach der Vorpremiere zeigten.

Doch genau deshalb halte ich den Film für sehenswert und wichtig zu sehen, denn er hinterlässt sowohl ein positives Gefühl, dass es durchaus auch anders geht, als wir es im Alltag oft erleben, ruft aber durchaus auch zur Selbstreflexion und zur Eigenverantwortung auf.

Daher ein definitives Prädikat Sehenswert!

Noch ein Tipp:

Erwin Thoma, der Förster aus dem Film hat auch ein Buch zum Thema geschrieben: „Strategien der Natur: wie die Weisheit der Bäume unser Leben stärkt. Evolution und Biologie, Geschichten und Mythen – was wir vom Wald lernen können.

Beschreibung dazu folgt irgendwann 😉

 

Fazit:

Viel Spaß im Kino!

Als die Tage nach Zimt schmeckten

Als die Tage nach Zimt schmeckten

Donia Bijan

 

Handlung:

Eine spannende Geschichte über einen entscheidenden Abschnitt im Leben einer Familie. Die Hauptdarstellerin, eine Iranerin, die als Teenagerin von ihrem Vater in die USA geschickt wurde, um den Lebensumständen im Iran und dem Regim zu entgehen.

Die Autorin beschreibt genau und eindrücklich wie die Personen die Lebensumstände erleben. Dies ist eine sehr spannende Konstellation, da die Familie auch aus verschiedenen Kulturen zusammengewürfelt ist. Die Protagonistin, Tochter eines iranischen Ehepaares, und in Teheran aufgewachsen, bis sie der Vater nach Beendigung der Schule in die USA schickt, wo sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Hier lebt sie mit Freundinnen zusammen, lernt den amerikanischen Lebensstil kennen und trifft später in ihrem Beruf ihren Mann, der spanischer Abstammung ist.

Als ihr Mann sie betrügt, fährt sie mit ihrer Tochter in den Ferien erstmals zurück in ihre Heimat, nach Teheran, um ihrer Tochter diese ihr fremde Welt zu zeigen. Davon ist die Tochter zunächst gar nicht begeistert und kann nicht verstehen, wie man hier unter solchen Bedingungen leben kann.

Nach einer Weile gewinnt sie allerdings Freunde und freundet sich auch mit der fremden Welt an, ohne ihren Freiheitsdrang zu verlieren. Auch kommen sich Mutter und Tochter hier näher.

Erzählung:

Der Autorin, Donia Bijan gelingt es neben der Erzählung einer Familiengeschichte auch die Rahmenbedingungen des Lebens in einem Iran zu schildern, die einem durchschnittlichen Westeuropäer unvorstellbar erscheinen.

Diese Geschichte ist berührend, aber gleichzeitig auch schockierend, wenn man erfährt wie Menschen hier leben und was Menschen anderen Menschen antun. Die Autorin beurteilt hierbei nicht. Stattdessen schildert sie lediglich, wie die Figuren mit den Rahmenbedingungen umgehen und wie sie darauf, jede auf ihre Art umgehen.

So gibt diese Geschichte die Chance, viel über Bewältigungsstrategien, menschliches Zusammenleben und die unterschiedlichen Vorstellungen und Zugänge verschiedener Kulturkreise. Die LeserIn hat die Chance, die eigenen Beurteilungen zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entdecken.

Fazit: Ein kurzweiliges, spannendes und interessantes Lesevergnügen, das neue Perspektiven eröffnet, auch wenn es dabei streckenweise schockiert.

Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

Schönheitswahn-Detos für die Frau von 0-99

Corinne Luca

 

Hast Du schon Problemzonen oder suchst Du noch Ideen?

Eine höchstamüsante Beschreibung der „Welt der Frauen von heute“. Die Autorin beschreibt sehr humorvoll womit Frau von heute sich auseinandersetzen sollte oder inwiefern es unvermeidlich ist, damit konfrontiert zu werden. Sie beschreibt aber auch mit einem Augenzwinkern und ironisch wie absurd dieses Frauenbild in vielerlei Hinsicht ist.

Besonders die Medien, speziell Frauenzeitschriften bekommen hier auch ihren Teil ab, doch auch die selbsternannten Weltverbesserer kommen nicht zu kurz. Dabei wird die Schilderung jedoch niemals bitter oder sarkastisch, sondern bleibt klar auf der humorvollen Seite und so bleibt das Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite erhalten. Beim Lesen kann man nicht umhin immer wieder zu lachen. Die Aufbereitung in einzelne Kapitel, welche sich jeweils einem eigenen Thema widmen ist hierbei ebenfalls hilfreich.

Corinne Luca hinterfragt hierbei nicht nur Schönheitsideale und Schönheitswahn, sondern auch Konsumgewohnheiten und die Vermittlung von Bedürfnissen durch die Medien. Sie schildert auch, wie Bedürfnisse geschaffen werden, indem neue Problemzonen erfunden werden und, vor allem über Frauenzeitschriften und Werbung verbreitet werden.

Hierbei bringt sie immer konkrete, humorvolle Beispiele, an denen sie die Geschäftemacherei auf humorvolle Weise kritisiert, aber auch zeigt wie wir alle darin mitspielen. Auch schildert sie Strategien, um einen Umgang damit zu finden. Es geht jedoch zu keinem Zeitpunkt um eine Moralpredigt oder Weltverbesserung. Es handelt sich tatsächlich um Unterhaltungsliteratur. Die Leserin wird zwar zum Nachdenken angeregt, aber das Denken wird ihr nicht abgenommen. Die neue Perspektive zu finden und neue Handlungsstrategien zu entwerfen bleibt der Leserin selbst überlassen.

Doch auch Männer werden nicht totgeschwiegen, alleine schon in dem Kapitel unter dem Titel „Warum dieses Buch gern ohne Männer auskommen würde, es aber doch nicht geht“.

 

Fazit:

Amüsante, kurzweilige Urlaubslektüre. Lachen inklusive.

Rezept des Monats: Kürbis-Chili

Kürbis-Chili

Der Herbst ist da, und damit auch die Erntezeit. Auf den Märkten sieht man überall Kürbisse in verschiedensten Schattierungen und Formen. Für das Kürbis-Chili verwende ich am liebsten Hokaido-Kürbis.

Hokaido Kürbis

Dann wird es wieder Zeit für mein Kürbis-Chili. Ich verwende nur Kürbis, aber wer möchte kann auch Faschiertes zusätzlich beifügen (je nach Geschmack von Schwein oder Rind).

Oben siehst Du alles was man dafür braucht.

 

 

Zutaten:

40 dag Kürbis, 1 Zwiebel, wer möchte eventuell ½ kg Rinder- oder gemischtes Faschiertes, 4 EL Olivenöl, 1 Dose rote Kidneybohnen, 1 Dose Maiskörner, etwas Tomatenmark, 2 EL Paprikapulver, ½ l Rindsuppe, 2 Chilischoten (oder 1-2 TL Chilipulver), 2 Knoblauchzehen, Salz, Cayennepfeffer, 1 TL Oregano, 1 EL Mehl oder Maizena.

 

Zubereitung:

Den Kürbis in Würfel schneiden (ich schneide ihn lieber relativ klein, damit er schneller durch ist, und zum Essen finde ich es auch angenehmer). Wenn man den Kürbis zu grob schneidet, verlängert sich die Kochzeit entsprechend.

Die Zwiebel schälen und klein schneiden. Öl erwärmen und die Zwiebel (eventuell mit Faschiertem) scharf anbraten. Bohnen und Mais abseihen, gut abtropfen lassen und zur Zwiebel geben. Kurz mitrösten.

TKürbis-Chiliomatenmark unterrühren, mit zerkleinerten Chilischoten, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Kürbiswürfel beifügen und etwas Suppe beifügen. Nicht gleich die ganze Suppe beifügen, denn  der Kürbis verliert Flüssigkeit. Paprikapulver unterrühren. Bei geringer Hitze circa 15 Minuten kochen. Bei Bedarf mit dem Rest der Suppe aufgießen. Nochmals 10-15 Minuten kochen.

Variante 1: Mehl oder Maizena mit 2 EL Wasser glattrühren, dem Gericht nach Bedarf beifügen.

Variante 2: Ich füge bei Bedarf lieber etwas kalte Butter zu um die Konsistenz zu optimieren, da es farblich schöner ist. Danach das Kürbis-Chili etwa 5 Minuten köcheln lassen. Danach sollte die Konsistenz nicht mehr suppenhaft, sondern eben ganz Chili sein.

Dazu mache ich gerne einen grünen Salat bzw. Vogerlsalat (wie bei uns in der Steiermark üblich natürlich mit Kernöl) und dazu passt gut ein Stück Brot. Es kann auch Fladenbrot sein.

Guten Appetit!