Als die Tage nach Zimt schmeckten

Als die Tage nach Zimt schmeckten

Donia Bijan

 

Handlung:

Eine spannende Geschichte über einen entscheidenden Abschnitt im Leben einer Familie. Die Hauptdarstellerin, eine Iranerin, die als Teenagerin von ihrem Vater in die USA geschickt wurde, um den Lebensumständen im Iran und dem Regim zu entgehen.

Die Autorin beschreibt genau und eindrücklich wie die Personen die Lebensumstände erleben. Dies ist eine sehr spannende Konstellation, da die Familie auch aus verschiedenen Kulturen zusammengewürfelt ist. Die Protagonistin, Tochter eines iranischen Ehepaares, und in Teheran aufgewachsen, bis sie der Vater nach Beendigung der Schule in die USA schickt, wo sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Hier lebt sie mit Freundinnen zusammen, lernt den amerikanischen Lebensstil kennen und trifft später in ihrem Beruf ihren Mann, der spanischer Abstammung ist.

Als ihr Mann sie betrügt, fährt sie mit ihrer Tochter in den Ferien erstmals zurück in ihre Heimat, nach Teheran, um ihrer Tochter diese ihr fremde Welt zu zeigen. Davon ist die Tochter zunächst gar nicht begeistert und kann nicht verstehen, wie man hier unter solchen Bedingungen leben kann.

Nach einer Weile gewinnt sie allerdings Freunde und freundet sich auch mit der fremden Welt an, ohne ihren Freiheitsdrang zu verlieren. Auch kommen sich Mutter und Tochter hier näher.

Erzählung:

Der Autorin, Donia Bijan gelingt es neben der Erzählung einer Familiengeschichte auch die Rahmenbedingungen des Lebens in einem Iran zu schildern, die einem durchschnittlichen Westeuropäer unvorstellbar erscheinen.

Diese Geschichte ist berührend, aber gleichzeitig auch schockierend, wenn man erfährt wie Menschen hier leben und was Menschen anderen Menschen antun. Die Autorin beurteilt hierbei nicht. Stattdessen schildert sie lediglich, wie die Figuren mit den Rahmenbedingungen umgehen und wie sie darauf, jede auf ihre Art umgehen.

So gibt diese Geschichte die Chance, viel über Bewältigungsstrategien, menschliches Zusammenleben und die unterschiedlichen Vorstellungen und Zugänge verschiedener Kulturkreise. Die LeserIn hat die Chance, die eigenen Beurteilungen zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entdecken.

Fazit: Ein kurzweiliges, spannendes und interessantes Lesevergnügen, das neue Perspektiven eröffnet, auch wenn es dabei streckenweise schockiert.

Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

Schönheitswahn-Detos für die Frau von 0-99

Corinne Luca

 

Hast Du schon Problemzonen oder suchst Du noch Ideen?

Eine höchstamüsante Beschreibung der „Welt der Frauen von heute“. Die Autorin beschreibt sehr humorvoll womit Frau von heute sich auseinandersetzen sollte oder inwiefern es unvermeidlich ist, damit konfrontiert zu werden. Sie beschreibt aber auch mit einem Augenzwinkern und ironisch wie absurd dieses Frauenbild in vielerlei Hinsicht ist.

Besonders die Medien, speziell Frauenzeitschriften bekommen hier auch ihren Teil ab, doch auch die selbsternannten Weltverbesserer kommen nicht zu kurz. Dabei wird die Schilderung jedoch niemals bitter oder sarkastisch, sondern bleibt klar auf der humorvollen Seite und so bleibt das Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite erhalten. Beim Lesen kann man nicht umhin immer wieder zu lachen. Die Aufbereitung in einzelne Kapitel, welche sich jeweils einem eigenen Thema widmen ist hierbei ebenfalls hilfreich.

Corinne Luca hinterfragt hierbei nicht nur Schönheitsideale und Schönheitswahn, sondern auch Konsumgewohnheiten und die Vermittlung von Bedürfnissen durch die Medien. Sie schildert auch, wie Bedürfnisse geschaffen werden, indem neue Problemzonen erfunden werden und, vor allem über Frauenzeitschriften und Werbung verbreitet werden.

Hierbei bringt sie immer konkrete, humorvolle Beispiele, an denen sie die Geschäftemacherei auf humorvolle Weise kritisiert, aber auch zeigt wie wir alle darin mitspielen. Auch schildert sie Strategien, um einen Umgang damit zu finden. Es geht jedoch zu keinem Zeitpunkt um eine Moralpredigt oder Weltverbesserung. Es handelt sich tatsächlich um Unterhaltungsliteratur. Die Leserin wird zwar zum Nachdenken angeregt, aber das Denken wird ihr nicht abgenommen. Die neue Perspektive zu finden und neue Handlungsstrategien zu entwerfen bleibt der Leserin selbst überlassen.

Doch auch Männer werden nicht totgeschwiegen, alleine schon in dem Kapitel unter dem Titel „Warum dieses Buch gern ohne Männer auskommen würde, es aber doch nicht geht“.

 

Fazit:

Amüsante, kurzweilige Urlaubslektüre. Lachen inklusive.

Mein Date mit der Welt

Mein Date mit der Welt

Waltraud  Hable

 

Weltreise für Träumer und Daheimgebliebene… Wer kennt das? Der lange gehegte Traum  von der Weltreise. Immer wieder verschoben. Doch bei Waltraud Hable war dann doch der Zeitpunkt gekommen.

Sie erzählt sehr persönlich über ihre Abenteuer. Von Freuden und Befürchtungen, Begebenheiten, Erlebnissen und der ganz normale Wahnsinn von Reisen. Kulturschock, Vorlieben, Besuch von daheim…

Von der Vorbereitung bis zum Schock der Rückkehr und der „Wiedereingliederung“ in den Alltag. Sie verschweigt nichts. Amüsant geschrieben erzählt sie von ihren Stationen Tansania, Kapstadt, Trivandrum, Neu-Dehli, Varanasi, Rangun, Vientiane, Chaing Mai, Tokio, Alice Springs, Sydney, San Francisco, Hawaii, Buenos Aires, New York Rio de Janeiro, Marrakesch und Lissabon. Diese hat sie alle besucht (wenn auch nicht in dieser Reihenfolge), Kulinarisches, Kulturelles, Persönliches, Vorlieben für die Eigenheiten gewisser Städte und Kulturkreise es wird wirklich nichts ausgespart.

Was gibt es außer den Destinationen?

Sie berichtet vom Entschluss zur Reise über die Reisevorbereitungen, Bedenken, Vorfreude, Reaktionen des Umfeldes, gibt Tipps aus ihrer Erfahrung was sinnvoll war und was nicht (Weltreise zur Nachahmung empfohlen!!!). Obwohl sie nützliche Tipps gibt, vom Gepäck bis zur Reiseorganisation, driftet sie nicht ins Sachbuch ab. Die persönliche Erzählung der Erlebnisse und Erfahrungen bleibt immer im Vordergrund dieses Buches. Die Autorin spart auch die eine oder andere Falle nicht aus in die sie getappt ist, oder vor der sie gewarnt wurde. So begibt man sich mit der Autorin auf ein amüsantes Abenteuer zwischen orientalischen Märkten, amerikanischen Großstädten, südamerikanischem Temperament, afrikanischer Wildnis, asiatischem Flair, ersten Meditationserfahrungen, freundlichen Australiern, überlaufendem indischem Verkehr, der Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Leben.

Was ich besonders spannend fand war auch die Reaktion auf die Rückkehr und die Lösungsstrategien die die Autorin für sich fand. Kurz gefasst: Es geht nicht darum, immer neue Orte aufzusuchen, um Abenteuer zu erleben. Es gilt vor allem, die Augen für das Neue zu eröffnen. Das können wir auch in unserem gewohnten Umfeld. Dann vermissen wir das Abenteuer auch nicht in unserem Alltag. Schließlich findet  das Abenteuer nicht außen statt, sondern entsteht durch unsere Einstellung zur Welt.

Sitzen ist fürn Arsch

Sitzen ist fürn Arsch

Vivien Suchert

Was wir eigentlich nicht wissen wollen, aber doch wissen müssen. Dieses Buch führt drastisch vor Augen, wie zu langes Sitzen, wie es in vielen Berufen heute üblich ist, unser Leben verkürzt, und das buchstäblich.

Noch schlimmer wird es natürlich wenn sich zu einem sitzenden Beruf noch ein entsprechender Lebensstil gesellt. Wir täuschen uns ja oft über unser eigenes Verhalten. Schließlich sind es nicht nur die Stunden die wir oft vor dem Computerbildschirm verbringen. Auch die Stunden im Auto, im Bus, vor dem Fernseher, beim Essen etc. verbringen wir sitzend.

Belegt mit Studien wird uns hier vor Augen geführt, wie schädlich ein solcher Lebensstil für unsere Gesundheit ist, indem er sogar unsere Lebenserwartung drastisch verkürzt.

Doch dabei bleibt es nicht. Danach gibt es eine Reihe nützlicher Tipps, wie man seinen Lebensstil in eine gesündere Richtung lenken kann.

Das Tolle daran ist, dass die Autorin es schafft, trotz aller Ernsthaftigkeit und Stichhaltigkeit, mit der sie das Thema behandelt, auch den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen. Hier fallen auch die kleinen Zeichnungen auf, die einem im Laufe der Lektüre immer wieder begegnen. So bekommt man zwar einen klaren Blick auf das Wesentliche, doch man schmunzelt auch immer wieder während der Lektüre, sodass die Erkenntnisse nicht zu bedrückend werden. Durch die Hinweise und Tipps wie man das Sitzen im Alltag minimieren kann, gibt es auch gleich eine Hilfestellung bei der positiven Veränderung.

Fazit:

Amüsante Lektüre, die zum Weiterlesen einlädt und trotzdem die Probleme im eigenen Alltag vor Augen führt, die angegangen werden sollten. Man bleibt also bei aller Erkenntnis nicht ratlos zurück, sondern es folgt sogleich die Anleitung. Was bleibt ist wie immer die eigene Verantwortung, die Ratschläge auch umzusetzen und in den eigenen Alltag zu integrieren.

In diesem Sinne von mir viel Spaß und Glück bei der Umsetzung und viel Freude beim Feiern der Erfolge!

Glück der winterlichen Dinge

Vom Glück der Winterlichen Dinge: Jules Welt

Marina Boos

 

Gemütliche Vorweihnachts-Lektüre für die Adventzeit. Ein „Kreativ-Roman“. Für alle Bastler, Nostalgiker, Selbermacher, Romantiker, Gemütlichkeits-Fanatiker kurz alle die sich auf Weihnachten freuen und es so richtig genießen möchten.

Zusätzlich zu einer netten Geschichte einer Großstädterin die in ein Dorf zieht, um sich ihren Traum vom eigenen Cafe zu verwirklichen, gibt es am Schluß noch einen Praxisteil mit Bastelanleitungen und Rezepten zum Selbermachen.

Passende Lektüre für die Vorfreude auf Weihnachten mit Stress, Romantik und den üblichen familiären Diskussionen.

Viel Spaß beim Lesen und viel Freude beim nachkochen und –backen!

Die Kunst kein Egoist zu sein – Richard David Precht

Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält

Richard David Precht

 

Dieses Buch beschreibt der Autor wohl selbst am besten, nämlich als Rundgang von Platons Idee des Guten über die biologischen Ursprünge unserer Moralfähigkeit, die Belohnungsstrukturen des Gehirns, die Selbstbelohnungsideen des Aristoteles, über unser Schwarm- und Gruppenverhalten und unsere Vergleichsstandards bis zu den aktuellen moralischen Problemen der westlichen Gesellschaften. Doch es geht auch ans Eingemachte. Der Leser darf sich durchaus fragen, ob und in wie weit er Egoist ist. Was macht Menschen zu Egoisten oder aber nicht? Was ist der Hintergrund von Moral, die in uns überhaupt erst den Wunsch hervorbringt kein Egoist zu sein? All diesen Fragen geht der Autor nach.

Wie immer bei Richard David Precht sind diese tiefgreifenden Themen publikumsfreundlich und verständlich aufbereitet, erklärt und mit Referenzen versehen, für all jene, die bestimmte Themenbereiche vertiefen möchten.

Dieser Streifzug ermöglicht ein besseres Verständnis, angefangen von den eigenen Motivationen und Triebkräften bis hin zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Richard David Precht liefert dabei nicht nur Kritikpunkte, sondern durchaus auch Lösungsansätze. Auch bei diesen werden deren Perspektiven, die Wahrscheinlichkeit ihrer Umsetzung sowie die dabei zu erwartenden Schwierigkeiten nicht verschwiegen. So wird auch klar, dass so manche davon eher utopisch sind, weil es schlicht nicht die richtigen Akteure gibt, die die Möglichkeit und/oder die Motivation für eine Umsetzung haben.

Die grundlegende menschliche Natur wird aufgezeigt und ermöglicht ein besseres Verständnis des eigenen Handelns. Dabei wird, wie bereits einleitend bemerkt auch bis auf die griechischen Philosophen zurückgegriffen. Geschichtliche Entwicklungen werden erklärt, vor allem aber der wissenschaftliche Stand zu verschiedenen Themen und Studien und die Untersuchungen von zeitgenössischen Philosophen dienen ebenso als Erläuterung und zur Erweiterung und Untermauerung der Thesen.

Fazit:

Dieses Buch hilft sich selbst, unsere Gesellschaft, historische Entwicklungen und den Menschen an sich besser zu verstehen. Damit ermöglicht es auch einen veränderten Umgang. Das heißt: Wenn man sich selbst und die eigenen Motivationen versteht kann man die eigenen Handlungen dem gewünschten Ziel anpassen anstatt nur gewohnten Mustern zu folgen. Dieses Buch kann eine Hilfestellung sein, sich selbst zu hinterfragen, es hilft aber auch gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen.

Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet

Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet

Michael Lüders

 

Dieses kompakte Buch hat mir neue Perspektiven eröffnet. Eine kurze und kompakte Darstellung gibt Aufschluss wie es zu unserer derzeitigen weltweiten Situation gekommen ist.

Möglicherweise ungewöhnlich auf einer Seite, die sich mit Lebensfreude beschäftigt, und doch gehört es dazu. Denn nur wenn wir uns und unsere Welt verstehen werden wir nachhaltig glücklich sein…

Aufgewachsen in Zeiten der „beginnenden“ Unruhen im Nahen Osten, habe ich nie verstanden was sich da eigentlich abspielt. Woher kommt dieser IS? Was spielt sich in diesen Staaten ab und inwieweit hat es wirklich mit Religion zu tun?

Um eine echte Perspektive auf die Geschehnisse zu bekommen, findet man hier kurze und prägnante Hintergrundinformationen, vor allem auch für jene wie mich, die mitten hineingeboren wurden, doch die Vorgeschichte nicht erlebt haben. Noch mehr natürlich für die heutige Jugend – kurz jeder Mensch der sich heute oder in Zukunft eine fundierte Meinung bilden möchte – auch im Hinblick auf zukünftige Wahlen, also eigentlich für jeden aktuellen und zukünftigen Wahlberechtigten.

Man begreift die Rolle der „westlichen Länder“ völlig neu. Viele ahnen ja deren Motivationen und einige der Propagandamaßnahmen bzw. wie Medien gezielt Meinung machen.

Trotzdem findet hier mit Sicherheit jeder noch Informationen zu dem einen oder anderen der Konfliktherde und auch zu den neueren Entwicklungen der Terrororganisationen und der Machtverhältnisse in unserer Welt.

Es wird schwierig sein, eine weitere derartige Zusammenfassung zu finden, die so kompakt einen so komplexen und umfangreichen Sachverhalt erklärt und erläutert. Von Israel bis Indonesien wird einem hier vieles klarer.

In den Worten des Autors:

Ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Dieses Schlusswort plädiert für Windmühlen. Angefangen damit, die Welt nicht länger in „wir“ und „die“ zu unterteilen. Die großen Bruchlinien verlaufen nicht zwischen Staaten, Religionen oder Ideologien. Sondern dort, wo es um die Verteilung von Macht und Ressourcen geht. Einen „Kampf der Kulturen“ gibt es nicht. Wohl aber einen Kampf um die Fleischtöpfe. Die meisten Opfer radikaler Islamisten sind Muslime, nicht Europäer oder Amerikaner. Wir interessieren uns allerdings meist erst für die Opfer, wenn sie aussehen wie wir oder der Terror an unsere Türen klopft.

Die Deutschen sind Weltmeister der Erinnerungskultur, aber wie die meisten Europäer können sie sich nicht vorstellen, dass der Westen Unrecht begeht. Unrecht begehen die anderen: Die Russen, Chinesen, Muslime. Sie unterdrücken die Freiheit oder begehen Massen morde. Wir dagegen tun das nicht. Der Krieg in Vietnam oder der Putsch gegen Allende, der Putsch gegen Mossadegh oder der Krieg im Irak – welchen „Transatlantiker“ würden sie ernsthaft betrüben? […]

Werte gehören zur festen DNA westlicher Gesellschaften, dienen der Sinnstiftung, der Eigenlegitimation, auch der Selbstvergewisserung: Ja, wir sind die Guten. Und gerade weil diese Werte ein hohes Gut darstellen, dürfen sie in der politischen Praxis nicht zum Schlagwort verkommen. Als Deckmantel eigener Interessen, im Dienst einer vermeintlich höheren Moral. Wenn Menschenrechte vor allem dazu herhalten müssen, eigene Machtpolitik zu tarnen oder unliebsame Politiker anzugehen, etwa Putin oder Erdoğan, während sie ansonsten, etwa im Umgang mit Israel oder den USA, Stichwort Gaza oder Guantanamo, so gut wie keine Rolle spielen, werden sie zu Worthülsen, gerinnen sie zur Gesinnungsethik.

Fazit:

Pflichtlektüre für jeden mündigen Europäer (für Amerika habe ich leider nicht  mehr viel Hoffnung). Alle derzeitigen und künftigen Wahlberechtigten, Diskutanten und Meinungsbildner. Kurz: Jeder gebildete Bürger sollte sich damit erfassen. Kurz und prägnant zusammengefasst.

Die Kunst des klaren Denkens

Die Kunst des klaren Denkens
52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen

Rolf Dobelli

Es handelt sich um eine Aufzählung von 52 Denkfehlern, denen wir alle unserem täglichen Leben unterliegen. Sie werden einzeln vorgestellt und erklärt. Der Autor führt Beispiele für deren Vorkommen und ihre Bedeutung und Auswirkungen an. Sie betreffen uns alle, da einige davon schon evolutionär festgelegt wurden. Sie machten früher auch Sinn, in unserer heutigen Welt handelt es sich jedoch um Fehleinschätzungen.

Bei den angeführten Denkfehlern handelt es sich allerdings nicht um Einzelfälle, sondern um systematische Denkfehler, denen wir in verschiedene Formen, Ausprägungen begegnen. Dabei kann grundsätzlich auch jeder Lebensbereich davon betroffen sein. Ihre Auswirkungen finden sowohl in unserem persönlichen Umfeld als auch in gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen wieder.

Jeder dieser systematischen Fehler wird einzeln erklärt. Zu guter Letzt gibt der Autor auch noch einen sehr wertvollen Hinweis auf den Umgang mit diesen Denkfehlern. Würden wir nämlich versuchen sie vollständig auszurotten, würden wir niemals fertig werden und es wäre einerseits unglaublich aufwändig und andererseits auch de facto unmöglich, da sie ja in unserer Gesellschaft ebenso verankert sind wie in uns selbst.

Es lohnt sich allerdings trotzdem sich damit auseinanderzusetzen, um eben bei wichtigen Entscheidungen nicht in die Falle zu tappen.

Es ist wie so oft. Kennen wir die Fallen, haben wir die Möglichkeit zu wählen wie wir damit umgehen. Wir können unser Wissen nützen wenn es Sinn macht oder uns einfach auf das Spiel einlassen wenn uns der Aufwand einer anderen Vorgehensweise zu groß oder unsinnig erscheint oder weil es manchmal einfach Spaß macht mitzuspielen.

Fazit

Für alle die sich immer wieder ganz gerne selbst ertappen wie wir selbst und andere uns auf den Leim gehen, findet hier wieder einen ergiebigen Wegweiser. Kurzweilig zu lesen, in kurzen 3-seitigen Kapiteln. Auch als Urlaubslektüre geeignet und doch so gehaltvoll, dass es sich auch ohne Urlaub lohnt das Buch zu lesen…

Gib nicht alles, gib das Richtige; Die Shaolin-Strategie für Manager; Shi Xing Mi

Gib nicht alles, Gib das Richtige: Die Shaolin-Strategie für Manager

Shi Xing Mi, Claudia Maurer

 

Wer sein Leben einfach und energiegeladen leben möchte, sollte sich dieses Buch mal zu Gemüte führen!

Der geweihte Shaolin Shi Xing Mi, der nach eingehender Kung Fu Ausbildung in Italien, seinem Heimatland 15 Jahre im Kloster Shaolin studiert hat und seiner erfolgreiche Management-Karriere beendete, um die Lehre der Shaolin an westliche Menschen weiter zu geben, gibt in diesem Buch klare Anleitungen speziell für Manager. Aufgrund seiner eigenen Erfahrung gelingt es ihm ungewohnt direkt, die Prinzipien und Werte der Shaolin in die westliche Lebenswelt zu überführen und genauso einfach wie klar darzustellen.

Nach einer kurzen Einführung unter dem Titel „Werden Sie der Beste, der Sie sein können“… folgt ein Fragebogen, in dem man seinen eigenen Energielevel festetellen kann („Messen Sie Ihren Shaolin-I-Qi“).

Hier sind durchaus interessante Erkenntnisse möglich, vor allem aber die Perspektiven die Shi Xing Mi auf diese möglicherweise auch bekannten Ergebnisse ermöglicht, sind interessant und ermöglichen neue Sichtweisen.

Danach folgen mehrere Kapitel, die einerseits einige der Werte der Shaolin und andererseits einige Ergebnisse von Übungen darstellen. Jedes Kapitel besteht aus einer Einführung in das Thema gefolgt von mehreren praktischen Übungen, um die Prinzipien Schritt für Schritt in den eigenen Alltag einzubauen. Es handelt sich dabei um kleine Schritte in der Umsetzung. Keine unmenschlichen, plötzlichen Veränderungen oder ähnliches.

Als Europäer kennt Shi Xing Mi die westliche Lebens- und Denkweise und geht daher sehr gezielt auf unsere Notwendigkeiten und Denkmuster ein.

 

 

Fazit:

Klare, einfache Ansagen und Erklärungen, die eine direkte Umsetzung im Alltag ermöglichen – nicht nur für Manager!

Unlängst hatte ich Gelegenheit, ihn bei einem Seminar persönlich kennenzulernen. Es war wirklich faszinierend mit welcher Klarheit und Einfachheit er Dinge erklären und darlegen kann, die sofort offensichtlich werden. Doch gleichzeitig mit der Erkenntnis liegt auch schon die Lösung offen vor einem. Das vorliegende Buch gibt einen Eindruck davon, wie einfach das Leben sein kann, wenn man es nicht selbst unnötig verkompliziert, wofür wir leider alle ein ziemliches Talent vorweisen können.

Eine klare Empfehlung! Dies ist ein Buch für jedermann!!!

Ganzheitlich entgiften und entschlacken

Ganzheitlich entgiften und entschlacken: Die 8-Kräuterkur für ein gesundes Leben

Bettina Lindner

 

Eines gleich vorweg: Es geht in diesem Buch konkret um das Entgiften mittels eines 8-Kräuter Tees (Flor Essence), dessen Rezept von kanadischen Indianern stammt. Die Wirkung dieses Tees sowohl für Prophylaxe, als auch Behandlung wird beschrieben. Es ist kein Buch über das Thema Entgiftung und Entschlackung an sich.

Die Autorin beschreibt Sinn und Wirkungsweise von Entgiftung und Entschlackung. Sie beschreibt auch, welche Folgen unsere Ernährungsweise auf unsere Gesundheit hat. Die Autorin beschreibt erst die Geschichte des 8-Kräutertees bzw. wie er Bekanntheit erlangte und seinen Weg in die westliche Welt fand.

Auch die einzelnen Kräuter und deren Wirkungsweise werden beschrieben. Hier werden die Charakteristika der einzelnen Pflanzen bzw. der eingesetzten Teile, ihr Standort und dessen prägende Faktoren erklärt.

Es werden die verschiedenen Beschwerden beschreiben, bei denen der Tee Anwendung finden kann und die Erfahrungsberichte Betroffener sind abgedruckt, die ihre Anwendung des Tees und die Effekte, welche sie dadurch erzielt haben. Auch Erfahrungsberichte von Ärzten beschreiben bei welchen Problemen sie den Tee bei Patienten eingesetzt haben

Auch die Philosophie der nordamerikanischen Indianer von denen das Rezept für den Entschlackungs-Tee stammt wird erläutert.

 

Mein Selbstversuch den Tee betreffend ist derzeit noch im Laufen. Ein Bericht folgt, sobald der Versuch abgeschlossen ist.