Ginkgo

Ginkgo

 

Arzneiname:

Ginkgo biloba

Der Name kommt aus dem Chinesischen Yín Xìng, bestehend aus den Schriftzeichen gin (Silber) und kyō (Aprikose).

Weitere Namen: Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Mädchenhaarbaum, Fächerblattbaum, Chinesischer Tempelbaum, Beseeltes Ei, Mandelfrucht, Weißnuss, Nuss-Aprikose, Japanischer Nussbaum, Hügelaprikose.

Beschreibung:

Ginkgo 002Der Ginkgo stammt aus dem Südwesten Chinas, speziell dem Gebiet entlang des Jangtsekiang. Er ist ein zweihäusiger Baum, ein Windbestäuber und blüht zwischen März und Mai. Er ist weder ein Laub- noch ein Nadelbaum sondern bildet eine eigene Gruppe der Ginkgogesächse, die überraschenderweise den Nadelbäumen näher steht als den Laubbäumen. Der Ginkgo gilt als die älteste Baumpflanze, die auch schon den Dinosauriern Gesellschaft leistete, bevor es Menschen auf der Erde gab.

Sein Holz ist harzfrei, weich und leicht. Es ist schwer entzündlich. Die Borke des Baumes ist bei ausgewachsenen Bäumen dunkegrau und tief gefurcht, bei jungen Bäumen graubraun mit hellbraunen Rissen. Das Holz wird vor allem für Schnitzarbeiten und als Paneel verwendet.

Altbäume haben vor allem Seitenwurzeln während Jungbäume eine bis zu 1m lange Pfahlwurzel haben. Die Bäume erreichen nicht selten ein Alter von 1000 bis 2000 Jahren und dabei eine Höhe von bis zu 40 Metern.

Das Laub des Ginkgo ist im Frühling hellgrün und wird mit laufendem Jahr dunkler. Im Herbst verfärbt es sich goldgelb.

Die Symbolik des Baumes entsteht einerseits aus dem zweigeteilten Blatt und der Zweihäusigkeit als Symbol für Yin und Yang. Er gilt als kraftspedend und lebensferlängernd. Außerdem wurde der Tempelbaum von Hiroshima, welcher bei der Atombombenexplosion verbrannte und im selben Jahr wieder astrieb und weiterwuchs zur Legende.

 

TCM:

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden nicht nur Blätter, sondern auch Samen und Wurzeln des Ginkgo verwendet.

Samen finden dabei Anwendung bei Husten, Asthma, Tuberkulose, Blaseninfektionen, häufigem schmerzhaften Wasserlassen Alkoholvergiftungen, Blähungen und Gonnorhoe.

Die Wurzel des Ginkgo wird bei Blähungen, nächtlichen Samenergüssen und Menstruationsstörungen angewandt. Sie stärkt den Magen.

Die Blätter werden bei Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen des Herzens, peripheren Durchblutungsstörungen, Demenz, Alzheimer, Tinnitus, Depression und Tinnitus eingesetzt.

Ginkgoblätter beruhigen den Geist, wirken Blut-Stagnation entgegen und können bei äußerer Anwendung die Heilung des Gewebes fördern. Zugeordnet wird Ginkgo dem Organen Herz und Lunge.

Verwendung:

Vornehmlich wird Ginkgo heute als Zierbaum gepflanzt. Dabei eignet er sich sehr gut als Stadtbaum, da er recht unempfindlich gegen Luftschadstoffe sowie gegen Streusalz ist. Doch er ist auch sehr resistent gegen Insektenfraß und den Befall von Krankheiten welche durch Pilze, Bakterien und Viren ausgelöst werden.

Auch als Tempelbaum ist er sehr beliebt. In Japan werden die geschälten Samen beim Hochzeitsmahl als Glückssymbol verzehrt.

Verwendet wird Ginkgo als Nahrungsmittel und für medizinische Zwecke. Als Nahrungsmittel werden hier vor allem in Japan die Kerne der Samen in der Küche verwendet.

Medizinisch verwendet man im Westen vor allem die Blätter. Extrakte werden hierbei zur symptomatischen Behandlung von Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Ohrensause, Kopfschmerzen, degenerativer Demenz und Tinnitus verwendet.

Ginkgo soll dabei die Gedächtnisleistung und das Lenrvemrögen steigern sowie die Durchblutung und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Außerdem werden den Extrakten Radikalfängereienschaften zugeordnet.

Bei Überdosierung der Blätter kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und allergischen Hautreaktionen kommen. Bei bei einer Zubereitung als Tee ist eine Überdosierung allerdings kaum zu erreichen.

 

Kultivieren:

Ginkgo gedeiht sowohl auf sauren als auch alkalischen Böden. Empfindlicher ist er gegen zu trockene oder zu nasse Böden. Er verträgt in älteren Jahren bis zu -30 °C Frost. Jungbäume sind gegen Frost etwas empfindlicher.

 

Literatur

Ginkgo Biloba

 

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie‘s den Wissenden erbaut.

 

Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt?

 

Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
daß ich eins und doppelt bin?

Johann Wolfgang von Goethe

Gundelrebe

Gundelrebe

 

Arzneiname:

Glenchoma hederadeae

Weitere Namen: Gundermann, Blauhuder, Erdefeu, Gundelreif, Heilrauf, Bludermannkraut, Erdefeu, Donnerrebe, Engelkraut, Gundrabkraut, Grundrebe, Guttermannkraut, Quendelrebe, Totenkraut, Ultramkraut, Katzenminze, Soldatenpetersilie und Zieckelkraut.

Die Begriffe Gundelrebe und Gundermann stammen möglicherweise vom gotischen Wort gund, das mit seiner Bedeutung Eiter oder Geschwür auf die Verwendung als Heilpflanze eingesetzt wurde.

Beschreibung:

Gundelrebe, Heilpflanze GundelrebeGundelrebe ist ein Lippenblütler, der bis zu ca. 20cm hoch werden kann. Sie kriecht, hängt oder klettert leicht und wandert, sodass sie nur 1-2 Jahre standorttreu ist. Auf ihrer Wanderung vermehrt sie sich auch über Ausläufer. Die Blütezeit ist von April bis Juni, was auch die beste Sammelzeit ist. Grundsätzlich kann man das Kraut aber das ganze Jahr sammeln.

Bestäubt werden sie oft durch Hummeln, Schwebfliegen, Käfer und Ameisen. Auch Schmetterlinge wie Aurorafalter, Zitronenfalter und Rapsweißling besuchen die Blüten.

Die Grundrebe wächst in den Alpen bis in Höhen von 1600m.

 

TCM:

Die Gundelrebe ist warm und wird der Blase, dem Dickdarm und der Lunge zugeordnet. Sie vertreibt Feuchtigkeit im unteren Erwärmer und in der Lunge. Außerdem aktiviert Gundermann  Lunge und Dickdarm

 

Verwendung:

GundelrebeGundermann kann man als Gewürz verwenden, auch zu Salaten.

Vorsicht ist geboten, da sie beispielsweise für Pferde giftig ist. Für den Menschen sind die enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle allerdings unschädlich.

Verwendet wurde Gundelrebe bei Gelbsucht, Leberleiden, als harn- und schweißtreibendes Mittel gegen Gifte. Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. Sie beschreibt sie als mehr warm als kalt und als trocken.

Hieronymus Bock empfiehlt Gundelrebe bei tränenden Augen und Hautgeschwüren.

In der Volksmedizin wurde Gundermann bei Lungen- und Nierenentzündungen verwendet, bei Bronchial- und Darmkatharr, Steinleiden, Wechselfieber, Brust- und Magenverschleimung, Asthma, Heuschnupfen, Milz- oder Leberstauung, Blasenschwäche, sowie als Frühlingskur und bei Blutarmut, Bleichsucht und Unterleibsstockungen.

Allgemein kann man die Wirkung des Gundermann als entzündungshemmen, zusammenziehend, schleimlösend, anregend für Blase und Niere und regulierend auf den Stoffwechsel. Auch ist er ein Kräftigungsmittel bei zehrenden und hartnäckigen Krankheiten sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf. Bei Chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Schnupfen, Schleimhautentzündungen kann Gundermann ebenfalls helfen.

Außerdem soll ein Tee aus Blättern und Blüten helfen Schwermetalle aus dem Körper zu entfernen.

 

Kultivieren:

Gundelrebe schätzt sandige, nährstoffreiche Böden und gleichmäßige Bodenfeuchte, wächst oft entlang von Hausmauern. Salz verträgt sie schlecht. Aufgrund des häufigen Vorkommens ist eine Kultivierung nicht nötig. Man kann Gundermann leicht sammeln.

Vergißmeinicht

Vergissmeinicht (Myosotis)

 

Volksnamen

Blaue Himmelschlüssel, blauer Augentrost

 

Beschreibung

VergißmeinichtDas Vergissmeinicht ist eine zwei- bis mehrjährige Pflanze. Dies allerdings nicht aufgrund unterschiedlicher Lebensdauer, sondern aufgrund verschiedener Sorten, wie Sumpf-Vergissmeinicht, Wald-Vergissmeinicht, Berg-Vergissmeinicht und verschiedene Regionale Varietäten. Es blüht im April und Mai. Verwendet wird das blühende Kraut.

 

 

 

Verwendung

Vergißmeinicht (4)Man sammelt das blühende Kraut und trocknet es. Im trockenen Zustand wird es als Tee verwendet, oder aber zerkleinert zur weiteren Verwendung.

Vergißmeinicht kommt beispielsweise als Tee Einsatz. Dazu wird ein Teelöffel getrockneter Blüten mit ¼ Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Der Tee kann äußerlich angewendet werden für Hautquetschungen oder aber für Augenbäder bei entzündeten Augen.

Als Essenz stärkt das Vergißmeinicht die Konzentration, stärkt aber auch die Aufmerksamkeit für die Umgebung.

In der Volksmedizin wird es auch als Sirup verwendet, der für Lungenbeschwerden, Husten und Erkältungen eingesetzt wird.

Kultivieren

Samen sind im Handel erhältlich. Dies sind meist die Samen der 2-jährigen Sorte. Sie säen sich allerdings selbst aus und vermehren sich laufend.

 

Literatur

Es gibt ein sogenanntes „Märchen vom Vergissmeinicht“, das die Namensgebung der kleinen Blümchen erklärt.

Vergißmeinicht (5)

Wunderwurzel Kurkuma

Wunderwurzel Kurkuma; Gelbwurzel

 

Arzneiname:

Curcuma Longa

Weitere Namen: Gelbsuchtswurz, Mülleringwer, Babilonischer Safran, Indianischer Safran, gelber Ingwer.

Beschreibung:

Curcuma ist ein mehrjähriges Ingwergewächs, das bis zu 1,2 Meter hoch wird. Sie wird seit über 4000 Jahren kultiviert und ist Teil von praktisch jedem Currypulver. Hauptanbaugebiet ist Indien, wo auch der größte Verbrauch stattfindet. Die Wurzel ist innen grell orange und färbt bei Verwendung auch stark gelb ab. Der Farbstoff ist fettlöslich und alkohollöslich, aber nicht wasserlöslich. Dies gilt auch für den Wirkstoff Cucurmin, weshalb man bei der Verwendung von Curcuma am besten etwas Öl und Pfeffer beigefügt wird, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen.

Bei Hildegard von Bingen kommt ein ähnliches Gewächs zum Einsatz Curcuma zedoaria, oder Zitwer. Es ist eine verwandte Pflanze. Kurkuma ist auch mit Kardamom verwandt.

TCM:

Kurkuma PulverGenerell wird sie Leber, Galle, Herz Lunge und Dickdarm zugeordnet. Darin spiegelt sich ihre umfassende Wirkung wieder. Thermisch ist sie neutral, fördert allerdings auch das Verdauungsfeuer.

Curcuma wirkt gegen Leber-Qi-Stagnation und kühlt das Leber-Feuer. Außerdem wirkt sie Herz-Qi und Blut-Stagnation entgegen und beruhigt das Shen. Zusätzlich regt sie das Milz-Qi an. Darüber hinaus ist sie hilfreich gegen Feuchtigkeit und Schleim in der Lunge. Kurkuma wird gegen Magenbeschwerden eingesetzt sowie zur Behandlung von Ekzemen und Ausschlägen.

Curcuma stärkt den Verdauungstrakt und wirkt verschiedenen krampfartigen Erscheinungen entgegen. Eingesetzt wird sie auch bei schmerzhafter Monatsblutung und Gelbsucht.

Verwendung:

Verwendet wird hauptsächlich die Wurzel (das Rhizom), manchmal auch die Blätter. In den Tropen wird sie schon lange als Antibiotikum verwendet. Das Würzen mit Kurkuma wirkt auch prophylaktisch gegen verschiedene Krebsarten. Sicher ist dabei die positive Wirkung bei Hautkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs und Gebärmutterhalskrebs. Auch reduziert es den Knochenabbau. Vorsorglich aber bitte nicht mehr als 2g pro Tag verwenden!

Kurkuma kann auch in den Wintermonaten hilfreich sein, da sie stimmungsaufhellend ist. z.B. 1/2 TL Kurkumapulver in warme Milch einrühren und mit Honig süßen.

Kurkuma wirkt antioxidativ, antibakteriell und antiviral. Auch soll es Schwermetalle aus dem Körper ausleiten und den Cholesterinspiegel senken können.

 

Hier gibt es noch mehr Infos zur Wirkung von Krukuma

Heidekraut

Heidekraut (Calluna vulgaris)

 

Arzneiname:

Ericae flos, herba

Volksnamen:

Erika, Heidegras, Besenheide, Immerschönblatt, Stahlgras

 

Beschreibung:

Heidekraut ist eine mehrjährige Pflanze, ein Zwergstrauch, der 20-100 cm hoch wird. Es wird 10-12 Jahre alt. Es gibt hellviolett und weiß blühende Sorten.

Um es zu verwenden sammelt man die blühenden Triebe, trocknet sie in Bündeln und rebelt sie im getrockneten Zustand. Heidekraut blüht in Höhenlagen im Juli und August, Winterheide im Februar.

 

Verwendung:

Heidekraut, Besenheide, Winterheide

  • Verwendet wird das blühende Kraut. Gesammelt wird es den ganzen Sommer über. Heidekraut wirkt schleimlösend, harn- und schweißtreibend, beruhigend, blutreinigend und entzündungshemmend. Außerdem aktiviert sie den Stoffwechsel.
  • Früher wurde es auch für Besen verwendet.
  • Heidekraut wird vor allem für Harnwegsentzündungen zur Anwendung gebracht, bzw. zur Vorbeugung von Harnsteinen. Hierfür verwendet man die getrockneten und gerebelten Triebe als Tee.
  • Pfarrer Kneipp verwendete es (gemeinsam mit Wehrmut und Ginster) zur Behandlung von Gicht und Rheuma, da es auch entwässernd wirkt. Auch bei Augenentzündungen kommt es zum Einsatz.
  • Als Teil von Blutreinigungstees wird Heidekraut ebenfalls verwendet, da es Gerbstoffe enthält.
  • Ein Ansatz in Öl wird äußerlich bei Ausschlägen verwendet.
  • Eine weitere äußere Anwendung kommt bei Schleimhautentzündungen zum Tragen, wobei man hier Kompressen in dem abgekochten Sud des Krautes tränkt.
  • Man kann es auch für einen Sirup verwenden.

Kultivieren

Heidekraut schätzt sonnige Standorte und kalkfreien Boden. Heidekraut schätzt magere und saure Böden und man findet es besonders in Heiden. Auch in höheren Lagen gibt es größere Bestände. Es benötigt nur geringe Luftfeuchtigkeit und kommt sowohl in Mooren als auch auf Sanddünen vor.

Eibisch

Eibisch (Althaea officinalis)

 

Arzneiname:

Althaea radix, folium, flos

Volksnamen:

Heilwurzel, Sumpfmalve,  Schleimwurzel, Samtpappel, Hilfswurz, Hustenkraut

 

Beschreibung:

Eibisch gehört zu den Malvengewächsen. Er ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze mit weiß-hellrosa Blüten.

 

TCM:

Eibisch wirkt leicht kühlend und wird Lunge und Dickdarm zugeordnet (vor allem dem Yin-Aspekt).

Wie auch in der Volksmedizin, wird er aber auch hier bei feuchter Hitze in der Blase und bei überschießendem Magenfeuer eingesetzt.

 

 

Verwendung:

Verwendet werden Blüten, Blätter und Wurzeln. Blüten und Blätter werden bis zur Blütezeit (ca. Juli bis September) gesammelt und getrocknet. Die Wurzeln werden vornehmlich im Herbst ausgegraben. Die Wurzeln sollten dabei nicht zu lange zum Trocknen brauchen, da sie sonst schimmeln können.

Der sogenannte Eibischteig war der Vorgänger der Marshmallows.

  • Eibisch enthält schleimbildende Stoffe, ist aber auch schleimlösend, je nach verwendeten Teilen und Zubereitung. Als Vorbeugung gegen Erkältungen und zum Schutz der Atemwege dienen die schleimbildenden Stoffe, die sich als Schutzschicht über die Schleimhäute legen. Sie können aber auch bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt helfen.
  • Um Schleim zu lösen weicht man die zerkleinerten Wurzeln ein.
    In der Zubereitung gibt es einen Unterschied. Die Wurzeln werden kalt in Wasser angesetzt und am besten über Nacht stehen gelassen. Danach erwärmt man sie nur leicht. Blüten und Blätter werden heiß als Tee zubereitet.
  • Für entzündliche Prozesse der Harnorgane oder übersäuertem Magen kann ein Tee aus Blüten und Blättern unterstützen.
  • Aus den Wurzeln kann man auch einen Hustensirup herstellen. Die Anwendung von Eibisch ist in diesem Fall eine geschmacklich angenehme Variante. Auch ist sie sanfter als beispielsweise Spitzwegerich und daher beispielsweise für Kinder gut geeignet.
  • Durch seine entzündungshemmende Wirkung wird Eibisch auch äußerlich für Entzündungen der Haut und Augen angewendet (z.B. als Bad oder als Brei). So kann man den Eibisch auch auf Insektenstiche auflegen.

 Kultivieren

Eibisch bevorzugt sonnige, feuchte Standorte und Lehmboden.

Lavendel

Lavendel (Lavandula angustofolia = lavandula officinalis)

 

Arzneiname:

Lavandulae flos

 Beschreibung:

Lavendel ist die Duftpflanze des Jahres 2016.

 TCM:

Lavendel wirkt kühlend und ist Leber, Magen und Herz zugeordnet. Lavendel klärt Hitze und löst Qi-Blockaden.

Verwendung:

Lavendel, Pflanzenportrait LavendelVerwendet werden die Blüten der Pflanze, gesammelt während der Blütezeit im Juli und August.

Lavendel wurde im Mai den Hühnern ins Futter gemischt, um sie gesund zu halten.

Schon im alten Ägypten wurde Lavendel zur Einbalsamierung verwendet.

Lavendel wirkt beruhigend, krampflösend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und desinfizierend.

Lavendel wirkt ausgleichend, hilft Menschen mit niedrigem Blutdruck zur Aktivierung, gestressten Menschen hilft er beim Entspannen. Daher gilt er auch als hilfreich beim Einschlafen.

Lavendel kann man für Bäder verwenden, er kann aber auch als ätherisches Öl, als Lavendeltinktur, Lavendelsirup, Marmelade -essig oder Tee Anwendung finden.

Darüber hinaus ist Lavendel hilfreich, um Motten im Kleiderschrank vorzubeugen. Ein Lavendelkissen kann wegen der entspannenden Wirkung zum Einschlafen positiv sein, dies wirkt sich darüber hinaus allerdings auch positiv aus, weil es auch Staubmilben abschreckt. Auch soll Lavendel bei Gelsen unbeliebt sein, weshalb man Lavendelöl auf unbedeckte Hautstellen auftragen soll, will man einen ungestörten Abend im Freien genießen. Doch auch in der Nähe von Lavendelpflanzen zu sitzen hilft.

Lavendeltinktur ist hilfreich zum Einreiben bei rheumatischen Schmerzen. Tropfenweise in Getränke gemischt, hilft sie gegen Vergesslichkeit.

Lavendelöl kann die Wundheilung bei Verbrennungen und kleinen Verletzungen unterstützen.

Kultivieren

Lavendelpflanzen lieben die Sonne, sind sonst aber recht anspruchslos. Lediglich Staunässe mögen die Pflanzen nicht. Damit der Lavendel schön bleibt, ist ein regelmäßiger Rückschnitt nötig. Am besten schneidet man nach der Blüte die Triebe um ein Drittel zurück. Blüten abschneiden, die grünen Teile bleiben dabei aber großteils erhalten. Nach dem Frost im Frühjahr wird der Stock nochmals um ca. 2/3 zurückgeschnitten, damit der Stock nicht auseinanderfällt und nicht zu stark verholzt, denn die verholzten Teile treiben schwer wieder aus.

Edelweiß

Edelweiß (Leontopodium alpinum)

 

Andere Namen

Der botanische Name bedeutet griechisch Löwenfüßchen (leon = Löwe, podion = Füße)

Wollblume, Irlweiß, Almsterndl, Stella alpina, Alpenstern, Bauchwehbleaml

Beschreibung

Edelweiß, Leontopodium alpinum, Alpenstern, stella alpinaEdelweiß ist ein Korbblütler, der 15 cm hoch wird und ist mehrjährig.

Das Edelweiß ist keine ursprünglich in Europa heimische Pflanze. Es ist in der letzten Eiszeit aus den sibirischen Steppen eingewandert. Auch heute ist es im Himalaya und China stärker verbreitet als im Alpenraum, wo es stark zurückgedrängt wurde weil seine Lebensräume stark dezimiert wurden. Heute ist es fast ausgestorben. Daher ist die Pflanze heute auch streng geschützt und darf somit nicht gesammelt werden.

Der weiße Blumenstern ist jedoch nur eine Scheinblüte. Die eigentlichen Blüten sind die hunderten winzigen Röhrenblütchen die zwischen den Blütenköpfchen mitten in dem Stern sitzen. Der weiße Filz auf den Hochblättern dient dem Schutz vor Austrocknung, Wind, Sonne, und Kälte da das Edelweiß in großer Höhe in direkter Sonne wächst. Die Pflanze reagiert direkt auf die Sonneneinstrahlung, daher ist sie weiß um die UV-Einstrahlung zu reflektieren. Kultiviert man die erhältlichen Samen oder kauft Pflanzen, so werden diese grau-grün-weißlich. Die Reflexion des Sonnenlichtes hat aber noch eine weitere Wirkung: sie zieht nektarsuchende Insekten an.

Die Behaarung bildet eine Luftschicht, welche die Verdunstung vermindert.

Das in Gärten wachsende Edelweiß ist eine Zuchtform aus dem Himalaya.

 

Verwendung

Edelweiß wurde in einigen Alpentälern mit Milch und Honig aufgekocht und kleinen Kindern gegen starke Bauchschmerzen gegeben.

Im Zillertal räucherte man den Stall mit getrocknetem Edelweiß, wenn eine Kuh ein geschwollenes Euter hatte.

Darüber hinaus wurde Edelweiß hauptsächlich für Liebeszauber verwendet.

Außerdem wurde an der Universität in der Wurzel des Edelweiß ein Wirkstoff namens Leoligin gefunden, welcher gegen Verdickungen der Innenwand von Blutgefäßen wirksam ist. Bisher wurde es allerdings nur an Mäusen getestet. Im Gegensatz zu bisher bekannten Mitteln schädigt es dabei nicht die Gefäßwände, sondern beseitigt nur die vorhandenen Ablagerungen, weshalb es auch bei Implantaten zur Verhinderung solcher Ablagerungen zum Einsatz kommen könnte.

Darüber hinaus ergaben einige Forschungen vor einigen Jahren antioxidative Eigenschaften.

 

 

Kultivieren

Edelweiß gehört schon lange zu aussterbenden Arten der Alpenflora und ist daher streng geschützt. Sammeln ist also unmöglich. Es gibt heute allerdings immer wieder Samen und Pflanzen im Handel, welche eine Art aus dem Himalaya sind. Diese kann man kultivieren und dann verwenden.

Bohnenkraut

Bohnenkraut (Satureja)

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Winterbohnenkraut (satureja montana)

Es gibt mehrere Sorten Bohnenkraut. Die in unseren Breiten am häufigsten kultivieren sind das Garten- oder Sommerbohnenkraut (satureja hortensis) und das Berg- oder Winterbohnenkraut (satureja montana). Diese unterscheiden sich in der Intensität, aber auch dadurch dass das Gartenbohnenkraut einjährig ist, während das Bergbohnenkraut zwei- bis mehrjährig ist.

Die Pflanze kann ca. einen halben Meter hoch werden. Sie enthält ätherische Öle wie Terpene, Cienol, Thymol, Carvacrol und Zymen.

Bohnenkraut ist verwandt mit Salbei, Rosmarin und Thymian

 

Verwendung

 

Die Pflanze ist ein würziges Gewürz- und Küchenkraut, das im getrockneten Zustand noch intensiver ist. Auch das Mitkochen intensiviert den Geschmack, weshalb man es eher unterlässt, da es sonst zu stark werden kann (vor allem das Winterbohnenkraut, das intensiver ist als das Gartenbohnenkraut). In der Küche ist Bohnenkraut gut zu kombinieren mit Lavendel, Salbei, Zwiebel, Basilikum, Petersilie, Dille und Estragon. Es sollte allerdings nicht mit Majoran oder Oregano kombiniert werden.
In Speisen hat Bohnenkraut wärmende und verteilende Kraft. Es stärkt den Magen, beruhigt Bauchschmerzen und Erbrechen. Außerdem vertreibt es Schwindel und Schlafsucht und öffnet Brust und Lunge.

Außerdem macht Bohnenkraut Speisen bekömmlicher

Bohnenkraut hilft gegen Verdauungsprobleme (Durchfall, Blähungen), appetitanregend und bei Bronchialerkrankungen

Bohnenkrauttee wird nicht nur getrunken, sondern auch als Kompresse gegen unreine Haut verwendet

Getrunken lockert Bohnenkrauttee Husten, hilft bei Magenkrämpfen, Koliken, Erbrechen und Erkältungssymptomen

Die zerdrückten Blätter werden äußerlich gegen Schmerzen und Schwellungen nach Bienenstichen verwendet. Generell wirkt Bohnenkraut äußerlich aufgelegt gegen Geschwülste und Beulen.

Beim Räuchern desinfiziert Bohnenkraut Räume (v.a. fungizid)

Essenz und Öl verwendet man bei Zahnschmerzen, indem der Zahn damit eingestrichen wird und 1 Tropfen in das Ohr auf der betroffenen Seite geträufelt wird.

 

 

TCM

Bohnenkraut wirkt wärmend und wird den Funktionskreisläufen Lunge, Magen, Leber und Niere zugeordnet. Es wirkt gegen innere Kälte und möglicher Qi-Stagnation entgegen. Außerdem unterstützt es bei Asthma, Bronchitis, Koliken und Bauchschmerzen.

 

Winterbohnenkraut, satureja montana, Bohnenkraut

Winterbohnenkraut (satureja montana) mehrjährig

Kultivieren und Sammeln

Verwendet werden die Blätter. Geerntet werden sie im Juni vor der Blüte (stärkstes Aroma) und Anfang August während der Vollblüte. Bohnenkraut wird in Büscheln aufgehängt und langsam getrocknet. Im trockenen Zustand werden dann die Blätter von den Stängeln getrennt.

 

Details und Herkunft

Heimisch sind die Pflanzen in Südeuropa und im östlichen Mittelmeerraum. Mittlerweile gibt es allerdings auch vereinzelt verwilderte Exemplare in unseren Breiten, nachdem es seit dem 9. Jahrhundert in Mitteleuropa kultiviert wird, beginnend wie so oft in den Klostergärten.

 

Christrose zu verschenken

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