Leben ist Begeisterung

Leben ist Begeisterung

Paulo Coelho

 

Es ist wieder Freitag. Du kommst nach Hause, nimmst dir die Zeitungen vor, die du während der Woche nicht lesen konntest. Du machst den Fernseher aus, stellst den Ton ab, legst eine Platte auf. Du zappst dich durch die Programme, während du in der Zeitung blätterst und Musik hörst. Die Zeitungen bringen nichts Neues, die Fernsehprogramme zeigen immer das gleiche, und die Platte hast du auch schon zig mal gehört. Deine Frau kümmert sich um die Kinder, opfert ihre besten Jahre, ohne recht zu wissen, warum.

Du entschuldigst dich damit, daß das Leben nun einmal so sei.

Nein, das ist nicht das Leben. Leben ist Begeisterung. Versuche dich daran zu erinnern, wo du deine Begeisterung vergraben hast. Nimm deine Frau und deine Kinder bei der Hand und versuche, die Begeisterung wiederzufinden, bevor es zu spät ist. Liebe hat noch niemanden davon abgehalten, seinem Traum zu folgen.

 

Rezept für ein ganzes Jahr

Rezept für ein ganzes Jahr

Von Katharina-Elisabeth Goethe (Mutter von Johann Wolfgang von Goethe)

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz
sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und
Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus

1 Teil Arbeit
2 Teilen Frohsinn und Humor
Man füge
3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
1 Teelöffel Toleranz,
1 Körnchen Ironie und
1 Prise Takt.
Dann wird diese Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen!
Das fertige Gericht schmücke man mit
Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
Und serviere es täglich mit Heiterkeit
Und einer erquicklichen Tasse Tee…

Wir wünschen gutes Gelingen!

Märchenstunden – Danke!

Vielen lieben Dank an alle, die an den Märchenstunden teilgenommen haben!

Danke für die schönen Stunden, danke für Eure mitgebrachten Geschichten, Eure Spenden, vor allem aber für Eure Teilnahme!

Hier für alle die nicht dabei sein konnten noch eine kleine Geschichte von den Brüdern Grimm, zum Nachdenken bevor man zu Weihnachten die Familie wieder trifft…

 

Es war einmal eine sehr alte Frau, der waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub und die Knie zitterten ihr von Tag zu Tag mehr. Wenn sie nun bei Tisch saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete sie Suppe auf das Tischtuch und es floss ihr auch etwas wieder aus dem Mund. Ihr Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich die alte Großmutter hinter den Ofen in die Ecke setzen und sie gaben ihr das Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu wurde sie davon nicht einmal satt; da sah sie betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden nass.

Einmal konnten ihre zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, die alte Frau sagte aber nichts und seufzte nur. DA kaufte sie ihr ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus musste sie nun essen.

Wie sie da so sitzen, so trägt das kleine Enkelkind auf der Erde kleine Brettlein zusammen.

„Was machst du da?“ fragte der Vater.

„Ich mache ein Tröglein“, antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“

DA sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen an zu weinen, holten sofort die Großmutter an den Tisch und ließen sie von nun an immer mitessen, sagten nichts, wenn sie ein wenig verschüttete.

Gebrüder Grimm

Keine Lust auf Frust, keine Zeit für Neid

Keine Lust auf Frust, keine Zeit für Neid

Chris Lohner

Marion von Schröder

 

Frisch und spritzig, frei von der Leber weg erzählt teilt die Autorin ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu den Themen Geld, Neid, Erfolg etc. Gespickt mit Anekdoten und Geschichten die sie zu diesen Erkenntnissen gebracht haben oder welche diese Überzeugungen untermauern.

Fazit: Leichte Urlaubslektüre oder für Zwischendurch

Interessante Perspektiven, persönliche Einblicke und für manchen vielleicht auch neue Erkenntnisse inklusive. Ein Einblick in die menschliche Psyche an sich, doch ohne erhobenen Zeigefinger oder moralisierenden Unterton.

Das Ziel im Auge behalten: Glücklich sein steht bei allen Betrachtungen an oberster Stelle.

Amüsante und interessante Lektüre. Lebenserfahrungen einer klugen Frau.

Nebenbei bemerkt: extragroße Schrift, also leicht und schnell zu lesen. Also auch für Nicht-Leseratten geeignet.

 

Kostprobe gefällig?

Die Machtgier scheint in den meisten mir bekannten Fällen – wohlgemerkt nicht in allen – eine Lücke in der charakterlichen Entwicklung der betreffenden Person auszufüllen. Gewissermaßen ein Ersatzprogramm für unterentwickelte Charaktere!

Ich weiß, das klingt ziemlich bösartig, gehört aber für mich zu den Tatsachen des Lebens.

 

 

Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, daß sich in dem Wort schmächtig auch der Begriff mächtig verbirgt?

 

In vielen mir bekannten Geschichten haben die Machtmenschen eine Leere auszufüllen, und das tun sie eben am besten mit der Macht. Und Macht macht gesellig! Auf eine ganz artifizielle Weise. […]

Machthaber sind von außen anscheinend nie einsam und allein. Sie sind stets umgeben von einer Schar sogenannter Bewunderer, Jasager und Einflüsterer. Gesellschaft ist garantiert.

 

Es ist also nach meinen Überlegungen nicht die Macht, die so gefährlich ist, sondern die Gier danach. Sie mobilisiert jene Kräfte, die Menschen befähigt, sich eiskalt über andere hinwegzusetzen, ja sogar über Leichen zu gehen. Beispiele gibt es genug.

 

 

Wirtschaft-en

Was ist mit unserer Wirtschaft los?

Warum wird in unserem Geld eigentlich immer höher bewertet als die Gegenleistung? Wer zahlt ist der Kunde und der Kunde bestimmt, denn seine (die Geldleistung) ist offenbar mehr wert als die materielle (Produkt) oder Dienst-Leistung.

Warum ist das so?

Heutzutage, in der Dumping-Gesellschaft ist es doch oft sogar genau umgekehrt. Dumping-Preise, Arbeit zu Sklaven-Löhnen, sind doch durchaus bekannte Phänomene… Prinzipiell ist der Kunde ja nur deshalb bereit für eine (Sach- oder Dienst-)Leistung zu bezahlen weil er sie erstens braucht und zweitens selbst nicht erbringen kann oder will. Wo liegt also die Logik? Natürlich muß auch die Qualität der Leistung stimmen, was sie auch nicht immer tut. Doch auch in diesem Fall ist das Risiko für den Käufer geringer, denn es ist wesentlich leichter Geld zurückzuerstatten als eine erbrachte Leistung zurückzuverlangen, was oft sogar völlig unmöglich ist.

Es scheint mir eine gesellschaftliche Konvention zu sein, sonst nichts.

Wirtschaft = Leistung und Gegenleistung werden getauscht. Eigentlich sollte doch die Wertschöpfung auf Seite des Leistungserbringers liegen, oder?

Geld wird einfach generell höher bewertet als alles andere. Der einzige Sektor wo es fallweise anders ist, ist der Superluxus. Dort ist das Gut noch hochgeschätzt. Allerdings nicht um seiner selbst willen, sondern vor allem wegen des Status und Prestige, die es auf seinen Besitzer überträgt.

Somit lautet die Rangordnung:

  1. Prestige
  2. Geld

Was kann man tun? Das liegt an einem selbst. Ich für meinen Teil habe mich entschlossen, dies für mich genauer zu hinterfragen. Das bedeutet bewusst zu kaufen, zu kaufen was ich benötige, dabei aber auf Qualität und Regionalität zu achten. Es ist eine Frage der eigenen Wertigkeiten und Prioritäten. Wenn man auf das altbekannte Beispiel der Lebensmittel zurückgeht, so kaufe ich lieber nur die Menge die ich brauche auf dem Markt und bezahle dafür einen fairen Preis, als um dasselbe Geld im Supermarkt zwangsweise eine größere Menge zu kaufen, die ich ohnehin nicht benötige. Das spart Transport und Müll. Es ist auch nicht notwendigerweise die Quelle. Mein lokaler Supermarkt bietet die Produkte der Bauern in der Umgebung ebenfalls an. Ich habe also die Wahl. Und das gilt in vielen Bereichen. Meist ist unsere Freiheit größer als wir glauben. (mehr zum Thema Freiheit hier)

Mein Eindruck ist: Es gibt Ansätze bei Einzelnen, die ihre Prioritäten anders setzen, aber die gesellschaftliche Tendenz scheint mir doch recht klar zu sein. So weit ein paar Gedanken zum Nach- oder Überdenken…

„Trotzdem“ – nicht nur für Rebellen, Querdenker und Rotznasen, sondern für alle Menschen

Trotzdem

Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen.
Liebe sie trotzdem.

Wenn Du Gutes tust, werden sie Dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen.
Tue trotzdem Gutes.

Wenn Du erfolgreich bist, gewinnst Du falsche Freunde und echte Feinde.
Sei trotzdem erfolgreich.

Das Gute, das Du tust, wird morgen vergessen sein.
Tue trotzdem Gutes.

Ehrlichkeit und Offenheit machen Dich verwundbar.
Sei trotzdem ehrlich und offen.

Was Du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden.
Baue trotzdem.

Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen DIch vielleicht an, wenn Du ihnen hilfst.
Hilf ihnen trotzdem.

Gib der Welt Dein Bestes, und sie schlagen Dir die Zähne aus.
Gib der Welt trotzdem Dein Bestes.

 

Quelle: Schild im Kinderheim Shishu Bhavan, Kalkutta, gefunden in Natur und Heilen 5/2001