Gundelrebe

 

Arzneiname:

Glenchoma hederadeae

Weitere Namen: Gundermann, Blauhuder, Erdefeu, Gundelreif, Heilrauf, Bludermannkraut, Erdefeu, Donnerrebe, Engelkraut, Gundrabkraut, Grundrebe, Guttermannkraut, Quendelrebe, Totenkraut, Ultramkraut, Katzenminze, Soldatenpetersilie und Zieckelkraut.

Die Begriffe Gundelrebe und Gundermann stammen möglicherweise vom gotischen Wort gund, das mit seiner Bedeutung Eiter oder Geschwür auf die Verwendung als Heilpflanze eingesetzt wurde.

Beschreibung:

Gundelrebe, Heilpflanze GundelrebeGundelrebe ist ein Lippenblütler, der bis zu ca. 20cm hoch werden kann. Sie kriecht, hängt oder klettert leicht und wandert, sodass sie nur 1-2 Jahre standorttreu ist. Auf ihrer Wanderung vermehrt sie sich auch über Ausläufer. Die Blütezeit ist von April bis Juni, was auch die beste Sammelzeit ist. Grundsätzlich kann man das Kraut aber das ganze Jahr sammeln.

Bestäubt werden sie oft durch Hummeln, Schwebfliegen, Käfer und Ameisen. Auch Schmetterlinge wie Aurorafalter, Zitronenfalter und Rapsweißling besuchen die Blüten.

Die Grundrebe wächst in den Alpen bis in Höhen von 1600m.

 

TCM:

Die Gundelrebe ist warm und wird der Blase, dem Dickdarm und der Lunge zugeordnet. Sie vertreibt Feuchtigkeit im unteren Erwärmer und in der Lunge. Außerdem aktiviert Gundermann  Lunge und Dickdarm

 

Verwendung:

GundelrebeGundermann kann man als Gewürz verwenden, auch zu Salaten.

Vorsicht ist geboten, da sie beispielsweise für Pferde giftig ist. Für den Menschen sind die enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle allerdings unschädlich.

Verwendet wurde Gundelrebe bei Gelbsucht, Leberleiden, als harn- und schweißtreibendes Mittel gegen Gifte. Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. Sie beschreibt sie als mehr warm als kalt und als trocken.

Hieronymus Bock empfiehlt Gundelrebe bei tränenden Augen und Hautgeschwüren.

In der Volksmedizin wurde Gundermann bei Lungen- und Nierenentzündungen verwendet, bei Bronchial- und Darmkatharr, Steinleiden, Wechselfieber, Brust- und Magenverschleimung, Asthma, Heuschnupfen, Milz- oder Leberstauung, Blasenschwäche, sowie als Frühlingskur und bei Blutarmut, Bleichsucht und Unterleibsstockungen.

Allgemein kann man die Wirkung des Gundermann als entzündungshemmen, zusammenziehend, schleimlösend, anregend für Blase und Niere und regulierend auf den Stoffwechsel. Auch ist er ein Kräftigungsmittel bei zehrenden und hartnäckigen Krankheiten sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf. Bei Chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Schnupfen, Schleimhautentzündungen kann Gundermann ebenfalls helfen.

Außerdem soll ein Tee aus Blättern und Blüten helfen Schwermetalle aus dem Körper zu entfernen.

 

Kultivieren:

Gundelrebe schätzt sandige, nährstoffreiche Böden und gleichmäßige Bodenfeuchte, wächst oft entlang von Hausmauern. Salz verträgt sie schlecht. Aufgrund des häufigen Vorkommens ist eine Kultivierung nicht nötig. Man kann Gundermann leicht sammeln.