Schamanismus – mein Verständnis

Für mich beinhaltet Schamanismus das Sammeln von Wissen über Natur und Menschen. SchamanInnen forschen, unterstützen und geben ihr Wissen weiter. SchamanInnen nützen Hilfsmittel aus der Natur wie Krafttiere, Heilpflanzen, Mineralien und Meditation/Trance.

Schamanen in allen Kulturen haben gewisse Dinge gemeinsam. Wenn auch in unterschiedlichen Rollen und Ausprägungen, sind sie Ratgeber, Heiler, Reisende. Ihre Aufgabe ist es, die Menschen in ihrer Umgebung zu unterstützen bzw. die Gemeinschaft als Ganzes zu leiten und bei der Lösung von Problemen und der Krisenbewältigung zu unterstützen. Dafür erlernen sie entsprechende Methoden und Techniken ihrer jeweiligen Tradition.

Heute nützen wir schamanische Methoden vor allem zur individuellen Unterstützung. Diese Methoden helfen bei der Lösung energetischer und emotionaler Blockaden (ohne eine ärztliche oder therapeutische Behandlung zu ersetzen, sondern bestenfalls zu ergänzen und zu unterstützen).

Aus meiner Sicht hat Schamanismus mit der Erforschung und Beobachtung der Natur und der Menschen zu tun, um zu verstehen was vor sich geht. Dabei befindet man sich immer in der Perspektive des Lernenden und Fragenden.

Aus dieser Perspektive ergibt sich auch ein Erfahrungsschatz, denn die Beobachtung und Überlegung führt zu immer mehr Verständnis. Dabei ist man heute nicht mehr auf eine einzige Tradition angewiesen. Wir sind in der glücklichen Lage Zugang zu vielen unterschiedlichen Kulturen und Traditionen zu haben, deren Wissen uns heute zugänglich ist. So können wir das teilweise verlorene Wissen auch ergänzen und Unterschiedliches verbinden.

Besondere Stärken schamanischer Techniken liegen im Ausgleich von Unausgewogenheiten in der Aura, Störungen in Beziehungen, Visionsfindung, und spirituelle Begleitung kurz: Ganzheitliche Betrachtung des Lebens auf physischer, psychischer, emotionaler und spiritueller Ebene. So lässt sich die Rolle der/des Schamanin/en als Mittler zwischen den Welten verstehen. Dabei ist auch die Abstimmung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt eingeschlossen.

Schamanismus hat eben auch viel mit naturnaher Lebensweise zu tun. Das schließt alle Aspekte des Lebens mit ein, beispielsweise auch die Ernährung. So könne man Schamanismus auch als die Wissenschaft vom Leben bezeichnen. Alle alten Kulturen hatten Richtlinien für ein naturgemäßes, gesundes Leben. In manchen Kulturen sind diese zu gewissen Zeiten mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Es ist eine der Aufgaben von SchamanInnen diese wieder in Erinnerung zu rufen.