Der WeißdWeißdorn Früchteorn ist ein mittlerweile sehr selten gewordener Strauch, daher ist man oft auf Kultursträucher angewiesen. Er hat weiße Blüten und fällt im Herbst durch seine roten Beeren auf.

Verwendet werden sowohl Blüten als auch Beeren. Sie werden in der Sonne getrocknet. Die Wirkstoffe verflüchtigen sich, daher darf man sie jährlich neu sammeln. Früher nagelte man so viele Zweige in den Stall, wie sich dort Kühe befanden. Weißdorn wurde auch gegen Vampire und Gespenster gepflanzt und bei Schutzritualen verwendet.

Er wird bei Bluthochdruck verwendet, da er gefäßerweiternd wirkt. In der TCM wird er Leber, Lunge, Milz, Magen, Herz und Niere zugeordnet. Die Früchte sind thermisch warm, die Blüten kühl. Weißdorn-Beeren tonisieren das Herz-Qi und nähren Nieren und Herz-Yin. Sie wirken Stagnation im mittleren Erwärmer und im Blut entgegen.

Verwendet wird Weißdorn vornehmlich als Tee, es können aber auch Tinkturen zubereitet werden und es gibt auch Likör. In der Ayurveda verwendet man ein speziell zubereitetes Weißdornwasser als Herztonikum und bei Bauchweh. Die positive Wirkung auf Herz und Gefäße ist in der chinesischen wie in der traditionellen europäischen Medizin gleichermaßen beschrieben. Die Blüten sollen zusätzlich den Geist beruhigen, sowie den inneren Wind. Blüten wie Beeren wirken sich positiv auf Ablagerungen in den Gefäßen aus.

Alles in allem ein schöner Strauch, der sowohl eine Zierde im Garten darstellt als auch gute Dienste in der Hausapotheke leisten kann. Die Beeren die der Mensch nicht braucht, über diese freuen sich die Vögel als nettes Zusatzfutter in Herbst und Winter. Das sollte doch Grund genug sein, diesen in schönen Strauch in heimischen Gärten und an Waldrändern wieder mehr heimisch zu machen, oder?

 

Weißdorn, Heilpflanzen, Früchte